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© Aixtron Markt | 27 Februar 2018

2017 bringt Gewinn für Aixtron

Die positive Entwicklung in Auftragseingang und Auftragsbestand habe sich auch in den Umsatzerlösen niedergeschlagen, die 2017 um 17 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr auf EUR 230,4 Millionen stiegen, heißt es bei Aixtron.
Angetrieben durch die fortgesetzte Nachfrage nach MOCVD-Anlagen fĂŒr die Produktion von oberflĂ€chenemittierenden (VCSEL, Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser) und anderen Lasern, rot-orange-gelben (ROG) und Spezial-LEDs sowie Leistungselektronik und Speicherchips, belief sich der Auftragseingang inklusive Ersatzteile und Service in 2017 auf EUR 263,8 Millionen und war damit 17 Prozent höher als im Vorjahr.

Der Anlagen-Auftragsbestand erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 auf EUR 108,6 Millionen, ein Anstieg von 39 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreswert und 9 Prozent gegenĂŒber dem Wert zum 30. September 2017.

Die positive Entwicklung in Auftragseingang und Auftragsbestand schlug sich auch in den Umsatzerlösen nieder, die 2017 um 17 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr auf EUR 230,4 Millionen stiegen. Mit 42 Prozent des Anlagenumsatzes leisteten MOCVD-Anlagen fĂŒr die Herstellung von LEDs, einschließlich rot-orange-gelber und Spezial-LEDs, den grĂ¶ĂŸten Umsatzbeitrag gefolgt von Anlagen fĂŒr die Produktion von Optoelektronik mit 25 Prozent.

Bruttogewinn und Bruttomarge verbesserten sich im GeschÀftsjahr 2017 ebenfalls deutlich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 74,0 Mio. bzw. 32 Prozent. Im sequenziellen Quartalsvergleich Q4/2017 zu Q3/2017 waren beide Werte nahezu stabil.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich im Jahresvergleich und belief sich im GeschÀftsjahr 2017 insgesamt auf EUR 4,9 Millionen. In Q4/2017 stieg das EBIT im sequenziellen Vergleich auf EUR 24,4 Millionen.

Das Nettoergebnis verbesserte sich im GeschĂ€ftsjahr 2017 auf EUR 6,5 Millionen und im sequenziellen Quartalsvergleich in Q4/2017 ĂŒberproportional auf EUR 27,2 Millionen Darin wirkten sich positive Sondereffekte aus dem Verkauf der ALD/CVD-Produktlinie aus, durch die das Unternehmen das Jahr 2017 mit einem Gewinn abschließen konnte.

Dr. Bernd Schulte, Vorstand der Aixtron SE, sagt: "Wir freuen uns, dass Aixtron schon in 2017 ein positives Ergebnis erzielt hat und wir unsere Finanzziele am oberen Ende unserer Planung erreichen konnten. Verantwortlich dafĂŒr war vor allem die Nachfrage nach MOCVD-Anlagen fĂŒr die Opto- und Leistungselektronik, die von zahlreichen neuen Anwendungen wie der Gesichtserkennung bei Smartphones profitierte und die sich in der sehr erfreulichen Auftragslage widerspiegelte. Hinzu kam der erfolgreiche Verkauf unserer ALD/CVD-Produktlinie fĂŒr Speicherprodukte an Eugene Technology, was sowohl zu EinmalertrĂ€gen als auch nachhaltig zu geringeren F&E-Kosten gefĂŒhrt hat."

"Mit der umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens liegt der Fokus von Aixtron auf dem KerngeschĂ€ft mit MOCVD-Anlagen. Wir liefern Anlagen in verschiedene EndmĂ€rkte mit attraktivem Wachstumspotenzial und erwarten fĂŒr das Jahr 2018 auch im operativen GeschĂ€ft wieder deutlich profitabel zu sein. GestĂŒtzt wird dies von starkem Auftragsbestand und stabilem Auftragseingang. Unsere OLED Tochtergesellschaft APEVA arbeitet an der Qualifikation bei einem der großen asiatischen Display-Hersteller. Ferner sind wir mit mehreren Firmen in Diskussionen ĂŒber eine Partnerschaft im OLED Bereich, die das Angebotsspektrum der APEVA komplementĂ€r erweitern soll", ergĂ€nzt Dr. Felix Grawert, Vorstand der Aixtron SE.

Prognose

FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 erwartet der Vorstand Wachstum im KerngeschĂ€ft, insbesondere bei MOCVD-Anlagen zur Herstellung von Lasern fĂŒr Anwendungen der 3D-Sensorik oder der optischen DatenĂŒbertragung. Mittelfristig eröffnet die Verbreitung von Leistungsbauelementen basierend auf den Wide-Band-Gap Materialien SiC und GaN (Siliziumkarbid, Galliumnitrid) weiteres Potenzial.

Basierend auf der aktuellen Unternehmensstruktur, einer EinschĂ€tzung der Auftragslage und dem Budgetkurs von 1,20 USD/EUR rechnet der Vorstand fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 mit Umsatzerlösen und AuftragseingĂ€ngen in einer Bandbreite zwischen EUR 230 und 260 Millionen. Dies entspricht einem Wachstum von 20 bis 35 Prozent bezogen auf das fortgefĂŒhrte GeschĂ€ft, welches 2017 ohne die verkaufte ALD/CVD Produktlinie einen Umsatz von EUR 191,6 Millionen verzeichnete. Damit erwartet der Vorstand im GeschĂ€ftsjahr 2018 eine Bruttomarge zwischen 35 und 40 Prozent sowie ein EBIT in Höhe von 5 bis 10 Prozent des Umsatzes zu erzielen.
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2018.11.21 11:24 V11.9.8-2