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© bosch Markt | 31 Januar 2018

Bosch steigert Umsatz und Rendite

Bosch erzielte 2017 ein Umsatzplus von 6,7 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 78 Milliarden Euro.
"Wir haben unsere Wachstumsprognosen übertroffen und die Ertragslage weiter verbessert. 2017 haben wir den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das Unternehmen bleibe aufgrund seiner Innovationskraft und der auf Vernetzung fokussierten Strategie auf Wachstumskurs.

Denner weiter: "Wir haben früh das Potenzial der Vernetzung erkannt. Jetzt erzielen wir geschäftliche Erfolge damit." Das operative EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) stieg 2017 auf rund 5,3 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite liegt bei 6,8 Prozent.

"Mit dem Erfolg im Kerngeschäft finanziert Bosch den Weg zum führenden Anbieter im Internet der Dinge (IoT) und von Mobilitätslösungen", erläuterte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung. Für die kommenden Jahre sieht das Unternehmen zahlreiche Chancen in der Vernetzung weiterer Bereiche wie Fabriken, Gebäude und Städte sowie dem Wandel der Mobilität.

Geschäftsverlauf 2017 nach Unternehmensbereichen

Zur positiven Geschäftsentwicklung haben 2017 alle Unternehmensbereiche beigetragen. Im Unternehmensbereich Mobility Solutions stieg der Umsatz 2017 nach vorläufigen Zahlen um 7,8 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro – dreimal mehr als die weltweite Automobilproduktion. Der Zuwachs lag wechselkursbereinigt bei 9,2 Prozent. Angetrieben hat diesen vor allem die hohe Nachfrage nach Dieseleinspritzsystemen insbesondere bei Nutzfahrzeugen, Benzineinspritzsystemen sowie Fahrerassistenz- und Infotainment-Systemen. Im Unternehmensbereich Consumer Goods sorgten BSH Hausgeräte GmbH und Bosch Power Tools für ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt stieg der Umsatz sogar um 6,7 Prozent.

Besonders BSH Hausgeräte hat sich im 50. Jubiläumsjahr seit Bestehen gut entwickelt. Der Unternehmensbereich Industrial Technology legte ein kräftiges Wachstum mit 7,7 Prozent vor. Die Erlöse stiegen auf 6,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem wechselkursbereinigten Plus von 8,5 Prozent. Der Zuwachs wurde vom Geschäftsbereich Drive and Control Technology getragen. Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erwirtschaftete einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro – ein Plus von 3,1 Prozent, wechselkursbereinigt von 4,8 Prozent. Die Bereiche Thermotechnology und Security Systems konnten 2017 mit vernetzten Lösungen für Wärme und Klima sowie mit intelligenter Technik für Sicherheit und Gebäudeautomatisierung überzeugen.

Geschäftsverlauf 2017 nach Regionen

In Europa entwickelte sich das Geschäft für die Bosch-Gruppe sehr positiv. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 40,7 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 6,3 Prozent. Grund war unter anderem ein kontinuierliches Wachstum in West- und Mitteleuropa. In Nordamerika lag der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens wechselkursbereinigt auf Vorjahresniveau. Der Umsatz erreichte 12,1 Milliarden Euro, nominal minus 2,3 Prozent. Die Erholung in Südamerika setzte sich mit einem Zuwachs von 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro fort. Wechselkursbereinigt stiegen die Erlöse um 12 Prozent. In Asien-Pazifik einschließlich Afrika erzielte Bosch ein starkes Umsatzwachstum auf 23,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 14 Prozent, wechselkursbereinigt entspricht es 17 Prozent.

Mitarbeiteraufbau: Mehr als 400'000 Beschäftigte

Die Belegschaft der Bosch-Gruppe vergrößerte sich 2017 weltweit um etwa 11 200 Mitarbeiter. Damit waren zum Stichtag 31.12.2017 im Unternehmen rund 400 500 Menschen tätig. Weltweit stellte Bosch mehrere Tausend Software- und IT-Spezialisten ein. Vor allem in den Regionen Asien-Pazifik sowie Mittel- und Osteuropa baute das Unternehmen Personal auf. In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl um rund 3 800 Beschäftigte.

Ausblick 2018: Trotz schwierigem Umfeld Umsatz und Ertrag steigern

Bosch erwartet für die Weltwirtschaft 2018 ein moderates Wachstum von 2,5 Prozent. Insgesamt sieht das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen eine Reihe konjunktureller Risiken durch geopolitische Entwicklungen wie die Brexit-Verhandlungen, eine schwer abschätzbare US-Außenpolitik oder den Nordkorea-Konflikt. Insbesondere in China geht Bosch von einer konjunkturellen Abschwächung aus. Trotz schwierigem Umfeld will Bosch 2018 Umsatz und Ertrag weiter steigern sowie seine Transformation zu einem führenden IoT-Unternehmen und Anbieter von Mobilitätslösungen vorantreiben.

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2018.09.17 15:35 V10.9.3-1