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© Precision Micro Komponenten | 24 November 2017

Precision Micro: Überdurchschnittlich starkes Wachstum im deutschen Markt

Precision Micro wird bis Ende 2017 gut 40 Prozent des europĂ€ischen Unternehmensumsatzes in Deutschland erwirtschaften. Damit ist Deutschland der grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Absatzmarkt des britischen Ätztechnikspezialisten.
Triebkraft bei dieser Entwicklung waren in erster Linie international tĂ€tige, deutsche OEMs (ErstausrĂŒster). Dabei handelt es sich ĂŒberwiegend um Hersteller und Zulieferer aus der Automobilindustrie sowie der Medizintechnik. Der Bedarf an kleineren, immer feiner strukturierten, exakteren und leichteren PrĂ€zisionsmetallteilen ist in diesen beiden Branchen extrem groß, die zum Teil sicherheitskritischen Anforderungen sind vielfĂ€ltig. FotogeĂ€tzte SchĂ€delimplantate von Precision Micro mĂŒssen beispielsweise medizinisch-hochfunktionale Anforderungen mit chirurgischer PrĂ€zision erfĂŒllen wĂ€hrend in der deutschen Automobilindustrie CO2-Emissionen und Treibstoffverbrauch durch gewichtsoptimierte Metallbauteile kontinuierlich gesenkt werden mĂŒssen und gleichzeitig Ă€sthetische Design-AnsprĂŒche zu erfĂŒllen haben.

Als Metallbearbeitungstechnologie eignet sich das fotochemische Ätzen von verschiedensten Metallen hervorragend fĂŒr diese komplexen Rahmenbedingungen. Bei diesem Verfahren werden mittels subtraktiver chemischer Erosion Metallbauteile gefertigt. "Traditionell gilt das fotochemische Ätzen zwar als Nischentechnologie fĂŒr die Metallbearbeitung, deutsche Ingenieure nutzen jetzt jedoch verstĂ€rkt die vielfĂ€ltigen Vorteile, die das FotoĂ€tzen ihnen bietet. Dazu zĂ€hlen die grat- und belastungsfreie Bearbeitung, bei der die Leistung der Teile nicht beeintrĂ€chtigt wird, sowie eine hohe PrĂ€zision, enge Toleranzwerte, FunktionalitĂ€t und leichtes Gewicht“, erklĂ€rt Mick Taylor, kaufmĂ€nnischer Leiter bei Precision Micro.

Der hohen AttraktivitĂ€t des deutschen Marktes trĂ€gt Precision Micro mit einer Niederlassung in MĂŒnchen Rechnung, die das Unternehmen dort 2014 eröffnete. "Damit gewĂ€hrleisten wir auch die geographische NĂ€he zum starken deutschen Markt und sind so nah wie möglich an den Kunden und ihren BedĂŒrfnissen dran“, so Taylor weiter.

Der britische Ätztechnikspezialist aus Birmingham darf sich ĂŒber eine gute Auftragslage freuen. Als Teil der internationalen Meggit PLC Engineering Gruppe mit einem weltweiten Konzernumsatz von GBP 2 Milliarden (EUR 2,2 Milliarden) profitiert Precision Micro in der Großauftragsakquise von erheblichen Synergieeffekten. So konnte das Unternehmen einen FĂŒnf-Jahres-Vertrag mit dem Automobilzulieferer Continental abschließen, der die Herstellung und Lieferung von Gelenken fĂŒr die Kraftstoffeinspritzung umfasst.

In der Medizintechnik verfĂŒgt Precision Micro ĂŒber ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Die Anlage zum Ätzen des Edelstahls Titan fĂŒr den medizinischen Gebrauch ist als einzige in Europa fĂŒr diesen speziellen Einsatzbereich zertifiziert. Aus diesem Grund konnte das Unternehmen neue AuftrĂ€ge fĂŒr medizinische Implantate, darunter auch kraniomaxillofaziale Implantate, sowie fĂŒr Herzschrittmacher-Batterienetze abschließen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1