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© siemens Markt | 17 November 2017

Siemens: Weltweiter Stellenabbau von rund 6.900 Stellen geplant

Mit einem Konsolidierungsplan fĂŒr die Divisionen Power and Gas (PG), Power Generation Services (PS) und Process Industries and Drives (PD) will Siemens die Auslastung der Werke steigern. Ein weltweiter Abbau von rund 6.900 Stellen ist geplant, davon die HĂ€lfte in Deutschland.
In den betroffenen Divisionen sollen laut der nun den Arbeitnehmervertretern vorgestellten Planungen ĂŒber einen Zeitraum von mehreren Jahren weltweit in Summe rund 6'900 ArbeitsplĂ€tze wegfallen, davon etwa die HĂ€lfte in Deutschland. Die Maßnahmen beinhalten neben einer Anpassung der globalen KapazitĂ€ten von PG und PS an das zu erwartende Marktvolumen auch die BĂŒndelung von Kern Know-how in Kompetenzzentren sowie die Konzentration von Fertigungsvolumina an Standorten mit wettbewerbsfĂ€higen Kosten.

In Summe belĂ€uft sich die Zahl der weltweit bei PG betroffenen ArbeitsplĂ€tze auf rund 6'100. In Deutschland ist eine Anpassung um rund 2'600 Stellen geplant. Die PlĂ€ne sehen vor, die Standorte Görlitz (aktuell rund 720 ArbeitsplĂ€tze) und Leipzig (circa 200 ArbeitsplĂ€tze) zu schließen. Zudem soll das LösungsgeschĂ€ft (Solutions) der Standorte Offenbach und Erlangen zusammengelegt werden. Durch diese drei Maßnahmen sollen insgesamt 1'600 Stellen entfallen. FĂŒr den Standort Erfurt werden mehrere Optionen geprĂŒft wie beispielsweise ein Verkauf. DarĂŒber hinaus sollen etwa 640 Stellen in MĂŒlheim an der Ruhr und etwa 300 in Berlin abgebaut werden.

In Europa fallen außerhalb Deutschlands durch Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt gut 1'100 Stellen weg. Außerhalb Europas sind weitere 2'500 Stellen betroffen, davon 1'800 in den USA durch Konsolidierung in der Fertigung sowie in der Verwaltung.

Bei PD erweist sich die Lage ganz besonders in der Rohstoffindustrie als sehr schwierig, da dort die Investitionsbereitschaft der Kunden auf einem niedrigen Niveau verharrt und die WettbewerbsintensitĂ€t durch Billiganbieter deutlich zunimmt. Ob im Bergbau, in der Stahlerzeugung oder beim Schiffbau: Die Nachfrage nach großen elektrischen Motoren und Generatoren ist auf Grund fehlender KapazitĂ€tsausweitungen bei unseren Kunden in der Prozessindustrie deutlich gesunken. Eine Erholung in diesen Feldern ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Die Folge sind deutliche ÜberkapazitĂ€ten in der bestehenden Fertigungslandschaft fĂŒr diese Technologien.

Daher sind auch hier weitere Anpassungen notwendig, die in Summe rund 760 Stellen in Deutschland betreffen. Der Schwerpunkt liegt hier aufgrund ungenĂŒgender Auslastung und einem negativen GeschĂ€ftsausblick auf dem Dynamowerk in Berlin, dessen FertigungskapazitĂ€ten in den PG-Werken in MĂŒlheim an der Ruhr und Erfurt gebĂŒndelt werden sollen. Durch diese Maßnahme ist in Berlin der Abbau von rund 570 Stellen geplant. Eine Schließung des Standortes Berlin ist jedoch nicht vorgesehen. Den Planungen zufolge sollen vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Engineering, Service und Vertrieb ArbeitsplĂ€tze in Berlin verbleiben.
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2018.11.21 11:24 V11.9.8-2