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© Gajus Dreamstime Design Analysen | 22 September 2017

VDMA: Die EU muss aus CETA lernen

Das Inkrafttreten des Handelsabkommens mit Kanada ist ein Erfolg fĂŒr die EU und eine gute Nachricht fĂŒr europĂ€ische Unternehmen.
Der Maschinenbau verspricht sich durch CETA deutliche Handelserleichterungen. Allerdings mahnt der VDMA, dass die EU aus der öffentlichen Debatte um CETA lernen und sich bei kĂŒnftigen Handelsabkommen auf ihre Kompetenzen konzentrieren muss.

„Die Umsetzung von CETA zeigt, dass Europa zu ambitionierten Handelsabkommen bereit ist. FĂŒr den Maschinenbau ergeben sich deutliche Handelserleichterungen durch den Zollabbau und die vereinbarte Zusammenarbeit bei der technischen Regulierung. Solche Abkommen wĂŒrden Europa auch mit anderen Wachstumsregionen gut zu Gesicht stehen, beispielsweise mit der sĂŒdamerikanischen Gemeinschaft Mercosur oder weiteren ASEAN-Staaten“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft im VDMA.

„Allerdings muss die EU aus den zĂ€hen Verhandlungen zu CETA ihre Lehren ziehen. Es kann nicht sein, dass jedes Handelsabkommen einen politischen Kraftakt voraussetzt. Gemischte Abkommen, bei denen die EU in die Kompetenzen der Mitgliedsstaaten eingreift, haben keine Zukunft. In der Handelspolitik geht es in erster Linie um die Öffnung von MĂ€rkten fĂŒr europĂ€ische Unternehmen, darauf sollte sich die EU wieder stĂ€rker konzentrieren.“

FĂŒr den deutschen Maschinenbau sind HandelsvertrĂ€ge von besonders großer Bedeutung: 2016 erwirtschaftete die Industrie rund 77 Prozent ihrer UmsĂ€tze im Ausland (155,9 Milliarden Euro), davon mehr als die HĂ€lfte außerhalb der EU. Nach Kanada verkaufte der Maschinenbau im vergangenen Jahr GĂŒter im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Damit kamen rund 16 Prozent aller deutschen Exporte nach Kanada aus dieser Industrie. Im ersten Halbjahr 2017 beliefen sich die deutschen Maschinenexporte nach Kanada auf 700 Millionen Euro, ein Minus von 11,1 Prozent zum Vorjahr.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-1