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© batman2000 dreamstime.com Markt | 19 September 2017

Maschinenbau erwartet reales Produktionsplus von 3 Prozent

Im grĂ¶ĂŸten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen fĂŒr 2018 auf Expansion. Die KapazitĂ€ten in der Industrie sind inzwischen so stark ausgelastet, wie seit 2008 nicht mehr.
Der konjunkturelle Aufschwung des laufenden Jahres wird sich nach Ansicht der VDMA-Volkswirte 2018 in dem bisherigen Tempo fortsetzen. Daher rechnet der VDMA auch im kommenden Jahr mit einem realen Produktionswachstum des Maschinen- und Anlagenbaus von 3 Prozent. FĂŒr das laufende Jahr hatte der Verband bereits im Juli seine Prognose auf real plus 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angehoben. „Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 Prozent erreicht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhindern eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen LĂ€ndern. Daher wird das Wachstum 2018 keine stĂ€rkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben.“ Im grĂ¶ĂŸten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen fĂŒr 2018 auf Expansion. Die KapazitĂ€ten in der Industrie sind inzwischen so stark ausgelastet, wie seit 2008 nicht mehr. Es mehren sich bei den Kunden die Klagen ĂŒber KapazitĂ€tsengpĂ€sse bei Maschinen und Anlagen. „Das sollte den dringend notwendigen AusrĂŒstungsinvestitionen endlich auf die SprĂŒnge helfen“, erlĂ€utert Wiechers. In den USA, dem grĂ¶ĂŸten Exportmarkt des deutschen Maschinenbaus, lĂ€uft die Konjunktur bereits in diesem Jahr spĂŒrbar besser als im vergangenen. Die AusrĂŒstungsinvestitionen haben deutlich zugelegt, die deutschen Maschinenexporte in die USA sind im ersten Halbjahr nominal um 7 Prozent gestiegen. 2018 könnte es angesichts verbesserter Absatz- und Ertragserwartungen sogar noch eine leichte Beschleunigung der Investitionen geben. „Allerdings gibt es in Bezug auf die kĂŒnftige Regierungspolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump nach wie vor mehr Unsicherheiten als Klarheiten. Deshalb gehen wir nicht von einer zusĂ€tzlichen Beschleunigung unserer Exporte aus, sondern allenfalls von einem weiterhin soliden Wachstum – vorausgesetzt, die immer wieder erhobenen protektionistischen Forderungen manifestieren sich nicht in konkretem Handeln“, sagt Wiechers.
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2019.03.19 17:29 V12.5.8-1