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© RUAG Markt | 01 September 2017

RUAG setzt Wachstum und internationale Expansion fort

Der internationale Technologiekonzern RUAG steigerte im ersten Halbjahr 2017 trotz anhaltend herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld den Nettoumsatz um 5.2 Prozent auf CHF 943 Mio. (VJ CHF 896 Mio.).
Sowohl der Auftragseingang mit CHF 1'020 Mio. (CHF 1'006 Mio.) als auch der Auftragsbestand mit CHF 1'657 Mio. (CHF 1 568 Mio.) haben zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf CHF 54 Mio. (CHF 66 Mio.).

RUAG setzt somit den Wachstumskurs des letzten Jahres fort – dies in erster Linie organisch, aber auch durch internationale Akquisitionen und Eröffnungen von neuen Produktionsstandorten in den USA und Ungarn. Der Konzern hat Massnahmen zur Verbesserung der ProfitabilitĂ€t fĂŒr das Gesamtjahr 2017 ergriffen.

Der um 5.2 Prozent höhere Nettoumsatz von CHF 943 Mio. ist in erster Linie auf organisches Wachstum des Konzerns in Höhe von CHF 41 Mio. zurĂŒckzufĂŒhren. Einen weiteren positiven Einfluss hatten Akquisitionen, die ihrerseits Devestitionseffekte und negative FremdwĂ€hrungseffekte mehr als wett machten.

Der Auftragseingang lag trotz anhaltender FrankenstĂ€rke im ersten Halbjahr 2017 mit CHF 1'020 Mio. (CHF 1'006 Mio.) 1.4 Prozent ĂŒber dem Vorjahr. Noch deutlicher zugenommen hat der Auftragsbestand. Mit CHF 1'657 Mio. lag er 5.7 Prozent höher als per 30. Juni 2016 (CHF 1'568 Mio.). Im Auftragseingang und -bestand sind mehrjĂ€hrige RahmenvertrĂ€ge nur im Umfang von effektiv erfolgten Abrufbestellungen berĂŒcksichtigt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18.6 Prozent auf CHF 54 Mio. (CHF 66 Mio.) ab. Die operative Gewinnmarge betrĂ€gt 5.7 Prozent (7.4%). Der RĂŒckgang ist unter anderem auf Aufbaukosten der neuen Produktionsstandorte in den USA und Ungarn, eine deutliche AbschwĂ€chung der UmsĂ€tze mit Munition fĂŒr SportschĂŒtzen in den USA sowie Effekte aus Kaufpreisallokationen im Zusammenhang mit den Akquisitionen zurĂŒckzufĂŒhren. Im ersten Halbjahr 2017 schloss RUAG drei Akquisitionen ab: Turfer di Turelli Luca & C. SRL, ein italienischer GrosshĂ€ndler fĂŒr Jagd- und Sportwaffen, Munition und Zubehör; die britische Cyber-Security Firma Clearswift sowie die Gyttorp-Gruppe, eine fĂŒhrende schwedische Vertriebsgesellschaft von Jagd- und Sportmunition.

Urs Breitmeier, CEO des RUAG Konzerns, sagte zum Halbjahresabschluss: „Die vielen Projekte, welche die Basis fĂŒr die Zukunft bilden, haben uns im ersten Halbjahr gefordert. Es geht nun darum zu konsolidieren, die Vorhaben sauber abzuschliessen und die ProfitabilitĂ€t zu erhöhen.“

Mit zivilen Anwendungen erwirtschaftete RUAG 58 Prozent (59%) des Nettoumsatzes, mit militĂ€rischen Anwendungen 42 Prozent (41%), womit sich hier ein konstantes Bild bietet. Der Umsatz des nach wie vor wichtigsten Einzelkunden VBS (Eidgenössisches Departement fĂŒr Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) liegt mit 29 Prozent (31%) des Umsatzes leicht unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2016.

RUAG erzielte wie im Halbjahr zuvor 64 Prozent (64%) des Umsatzes im Ausland und 36 Prozent (36%) in der Schweiz. Den grössten Anteil ausserhalb der Schweiz verzeichnete RUAG in Europa mit 46 Prozent (46%) und Nordamerika mit 12 Prozent (13%).

Der weltweite Personalbestand von RUAG erhöhte sich um 7.1 Prozent auf 9'110 (8'504) Mitarbeitende, was einerseits auf das gestiegene Umsatzvolumen und den Aufbau von neuen Produktionsstandorten, andererseits auf getĂ€tigte Akquisitionen zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Der Technologiekonzern erhöhte die Ausgaben fĂŒr Forschung und Entwicklung gegenĂŒber der Vorjahresperiode um 2.8 Prozent auf CHF 82 Mio. (CHF 79 Mio.).

Der Free Cash Flow im ersten Halbjahr 2017 von minus CHF 174 Mio. (minus CHF 37 Mio.) wurde primĂ€r belastet durch Akquisitionen sowie das tiefere operative Ergebnis und Investitionen in KapazitĂ€tserweiterungen und Umlaufvermögen fĂŒr ZusatzauftrĂ€ge. Als Folge davon verringerte sich die Nettofinanzposition von CHF 192 Mio. auf CHF 14 Mio. (-92.7%).

Nach wie vor bereitet die Exportsituation von RĂŒstungsgĂŒtern Sorgen. ZusĂ€tzlich zum Nahen Osten konnte RUAG wichtige, langjĂ€hrige Kunden in SĂŒdamerika auf Grund der schweizerischen Exportpraxis nicht mehr beliefern. Trotz der unsicheren Situation in der Weltwirtschaft geht RUAG fĂŒr das Gesamtjahr 2017 von weiterem Wachstum und einer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 verbesserten ProfitabilitĂ€t aus. Um dies zu erreichen, hat RUAG die Massnahmen zur ProduktivitĂ€tssteigerung und Kostenoptimierung verstĂ€rkt.
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