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© airbus Markt | 18 August 2017

Airbus koppelt MetOp-C-Nutzlast mit Satellitenplattform

Das in Deutschland entwickelte und gebaute Nutzlastmodul von MetOp-C hat eine Serie von Tests im ESTEC, dem technischen Zentrum der EuropĂ€ischen Weltraumorganisaton ESA im niederlĂ€ndischen Noordwijk erfolgreich absolviert und wurde anschließend nach Toulouse geliefert.
Der Satellit ist mit der dort vollzogenen Koppelung der Nutzlast und der Satellitenplattform beinahe fertiggestellt und wird insgesamt vier Tonnen wiegen. Um ihn auf seinen Start im Oktober 2018 in Kourou, Französisch-Guayana, vorzubereiten, wird MetOp-C in den kommenden Wochen mehrere Tests durchlaufen, die seine RF-Leistung ermitteln sollen. Von den Hauptelementen fehlt nunmehr noch der Solargenerator, der im November 2017 integriert werden soll, bevor die Vibrationstests beginnen.

Airbus hat die MetOp-Reihe fĂŒr die ESA und die EuropĂ€ische Organisation fĂŒr die Nutzung von Wettersatelliten (EUMETSAT) im Rahmen eines europĂ€isch-US-amerikanischen Projekts entwickelt. EUMETSAT betreibt diese Satelliten. Der erste Satellit der Serie, MetOp-A, startete im Oktober 2006 und ist bereits mehr als doppelt so lang wie die geplanten fĂŒnf Jahre unterwegs. MetOp-B trat 2012 seine Reise in den Orbit an und wird ebenfalls lĂ€nger als ursprĂŒnglich vorgesehen im Umlauf bleiben. Anfangs sollte laut Programmplan jeder Satellit seinen VorgĂ€nger ablösen, doch da die beiden ersten MetOp-Satelliten hervorragend funktionieren, sind nun beide gleichzeitig im Betrieb und liefern den Meteorologen noch mehr Informationen. Der bevorstehende Start von MetOp-C wird die QualitĂ€t der Beobachtungen und Daten fĂŒr Wettervorhersagen noch weiter verbessern.

Jeder MetOp-Satellit ist mit insgesamt zwölf Instrumenten ausgestattet und damit extrem vielfĂ€ltig. Der von Airbus gebaute Mikrowellenfeuchtigkeitssensor liefert Daten ĂŒber den Wasserdampf in der NĂ€he der ErdoberflĂ€che und ist Teil der Zusammenarbeit mit den USA. Jeder MetOp-Satellit hat das Instrument mit an Bord. Zwei weitere fliegen auf den USNOAA- Satelliten und liefern entsprechende Daten aus einer anderen Umlaufbahn, um Wettermodelle zu verbessern. MetOp erfasst außerdem Winde an der MeeresoberflĂ€che, beobachtet die Meereisausdehnung und die Ozonschicht in der StratosphĂ€re und ĂŒbertrĂ€gt meteorologische Messungen von Schiffen, Bojen und Forschungsstationen sowie Signale von Personen in Seenot.

Durch MetOp wurde die QualitÀt der Wettervorhersage verbessert, insbesondere genaue Kurzfristprognosen um einen Tag zusÀtzlich.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2