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Komponenten | 30 Mai 2007

Grundsteinlegung für Plastic Logic-Fabrik in Dresden

Erste seriengefertigte elektronische Papier-Displays der Welt kommen künftig aus Dresden. Der Produktionsbeginn mit 140 Mitarbeitern ist für 2008 geplant.
Im weltweiten Wettlauf der Standorte hat wieder einmal Europas führender Forschungs- und Mikroelektronikstandort Dresden das Rennen gemacht. Der jüngste Erfolg: Gerade lässt die britische Plastic Logic Limited, eine Ausgründung der Universität Cambridge, zwischen der Chipfabrik von AMD und dem Flughafen Dresden eine Produktionsstätte für insgesamt 96 Millionen Euro errichten. In der Fabrik wird ab 2008 eine neue Generation flexibler Displays, die so genannten „elektronischen Papier-Displays“ (E-Paper-Displays), weltweit erstmals serienmäßig hergestellt. Im Dresdner Airportpark errichtet die TLG IMMOBILIEN GmbH im Auftrag von Plastic Logic einen 8.500 Quadratmeter großen Gebäudekomplex mit Produktionshalle und Büroflächen. Die Fertigstellung der Produktionshalle ist für August 2007 geplant. Der Bürotrakt sowie der Reinraum sollen im Dezember 2007 übergeben werden. Die Plastic Logic GmbH übernimmt die Fabrik als Leasingnehmer. Mit 140 Mitarbeitern sollen bereits 2008 mehr als eine Million Displays produziert werden. Die leichten, biegsamen und besonders stromsparenden Bildschirme ermöglichen völlig neue Anwendungen, wie beispielsweise elektronische Bücher und elektronische Zeitungen. Das dünne und robuste E-Paper vereint dabei die Vorteile von Computerbildschirm und Papier. Im Jahr 2010 rechnen Experten bereits mit einer weltweiten Nachfrage von 41,6 Millionen Einheiten. Plastic Logic Limited entstand im Jahr 2000 als Ausgründung des Cavendish Laboratory an der Universität Cambridge. Die intensive Forschungsarbeit brachte in zehn Jahren allein 58 Patente und Patentanmeldungen hervor. Für die Produktion der ersten Generation von flexiblen Displays warb das Unternehmen eine Investorfinanzierung von über 100Millionen US-Dollar (74,4 Millionen Euro) ein, unter anderem von Oak Investment Partners, Tudor Investment Corporation und Amadeus Capital Partners.
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