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© Schweizer Electronic AG
Markt |

Schweizer steigert Auftragseingang um 41 Prozent und reduziert Verluste

Der deutsche Leiterplattenhersteller Schweizer Electronic hat seinen Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2026 um 41,2 Prozent auf 228,6 Millionen Euro gesteigert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 6. November hervor. Der Auftragsbestand stieg bis Ende September auf 282,6 Millionen Euro. Im dritten Quartal erzielte Schweizer einen Überschuss, über die gesamten neun Monate verringerte sich der Verlust auf 3,4 Millionen Euro.

Umsatzplus von über 50 Prozent außerhalb des Automobilgeschäfts

Gegenüber dem Jahresende 2025 erhöhte sich der Auftragsbestand um 45,6 Prozent. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,6. Der Konzernumsatz wuchs in den ersten neun Monaten um 9,7 Prozent auf 139,9 Millionen Euro. Auf die eigene Fertigung entfielen 48,5 Millionen Euro Umsatz, ein Zuwachs von 16,8 Prozent. Das Handelsgeschäft erzielte 91,4 Millionen Euro, ein Plus von 6,3 Prozent.

In der Industrie und Medizintechnik sowie in der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche erzielte Schweizer nach eigenen Angaben einen Umsatz von 31,3 Millionen Euro, ein Plus von über 50 Prozent. Das Automobilgeschäft verzeichnete dagegen lediglich einen Zuwachs von 1,3 Prozent auf 108,6 Millionen Euro, wie aus der Zwischenmitteilung zum dritten Quartal hervorgeht.

Neunmonatsverlust von 3,4 Millionen Euro nach positivem dritten Quartal

Im dritten Quartal erzielte Schweizer ein operatives Ergebnis (EBIT) von 1,6 Millionen Euro und einen Quartalsüberschuss von 0,8 Millionen Euro. Das EBITDA erreichte 2,9 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Leiterplattenhersteller noch einen Verlust von 2,4 Millionen Euro verbucht. Über die gesamten neun Monate reduzierte Schweizer seinen Konzernverlust von 8,3 auf 3,4 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von minus 0,5 auf 3,5 Millionen Euro.

Der operative Cashflow sank laut Zwischenmitteilung von 1,1 auf 0,1 Millionen Euro. Schweizer führt den Rückgang insbesondere auf den gestiegenen Bedarf an Working Capital zurück, unter anderem durch höhere Vorratsbestände.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Schweizer einen Umsatz zwischen 175 und 185 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 4 bis 6 Millionen Euro. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit positiven Umsatzeffekten durch Preisanpassungen. Positive Effekte erhofft sich das Unternehmen weiterhin vom Produktmix und der Produktrentabilität. Die Verfügbarkeit und die Preise von Zuliefermaterialien bleiben nach Unternehmensangaben jedoch unsicher.


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