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NEURA-TUM-RoboGym-Munich
© Andreas Heddergott TUM
Markt |

TUM und NEURA eröffnen RoboGym mit 48 Trainingszellen

Die Technische Universität München (TUM) und der deutsche Robotikhersteller NEURA Robotics haben am Flughafen München ein gemeinsames Trainings- und Forschungszentrum für Physical AI eröffnet. Das geht aus zwei TUM-Mitteilungen vom 22. und 23. Oktober hervor. Im RoboGym sollen humanoide und andere kognitive Roboter praktische Fähigkeiten für den industriellen Einsatz entwickeln. Mithilfe umfangreicher Trainingsdaten und leistungsfähiger KI-Systeme wollen die Partner die Entwicklung praxistauglicher Robotikanwendungen vorantreiben.

Robotiktraining mit Cloud- und Simulationssystemen

In den 48 Trainingszellen des neuen TUM RoboGym am LabCampus des Flughafens wollen die Partner zunächst etwa 100 humanoide und Serviceroboter auf praktische Aufgaben in der Industrie vorbereiten. Dafür trainieren die Roboter nach TUM-Angaben etwa das Zusammenstecken von Bauteilen, die Bedienung von Werkzeugen und das Falten von Kartons. Auch Anwendungen in der Intralogistik gehören zu den aktuellen Trainingsschwerpunkten. Zum Einsatz kommen soll künftig auch die neue Generation des humanoiden Roboters 4NE1, die NEURA bei der Eröffnung vorstellte.

Für die Erfassung von Bewegungen und die Objektverfolgung kommen Motion-Capture-Systeme zum Einsatz. GPU-basierte Rechenknoten, Netzwerke und Speichersysteme unterstützen Simulationen sowie das Training von KI-Modellen. Die Recheninfrastruktur ist in NEURAs Softwareumgebung Neuraverse eingebunden. Die gewonnenen Daten gelangen nach TUM-Angaben in einen kuratierten Data Lake in der Cloud und sollen das Training übertragbarer Roboterfähigkeiten unterstützen.

Trainingsdaten für industrielle Anwendungen

Mit der Zusammenarbeit wollen das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) und NEURA den Mangel an Trainingsdaten aus realen physischen Interaktionen angehen. Die Trainingsdaten sollen Roboter befähigen, unterschiedliche Aufgaben zuverlässig zu bewältigen und sicher mit Menschen zu interagieren. Damit wollen die Partner die Entwicklung marktreifer Robotiksysteme beschleunigen.

Prof. Achim Lilienthal, wissenschaftlicher Koordinator des TUM RoboGym, erklärte: „Eine enge, kontinuierliche und flexible Zusammenarbeit mit der Robotik-Industrie ist für die Forschung im Bereich der physikalischen KI wichtig und unerlässlich. Nur so lassen sich Forschungsprototypen systematisch und schnell zu marktfähigen Produkten weiter entwickeln.“

David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics, sagte: „Physical AI wird dann relevant, wenn intelligente Maschinen in der realen Welt zuverlässig handeln können. Im TUM RoboGym powered by NEURA verbinden wir wissenschaftliche Exzellenz mit einem industriell anschlussfähigen Trainingsumfeld. So entsteht ein Ort, an dem Roboter Fähigkeiten erlernen, weiterentwickeln und perspektivisch miteinander teilen können.“

Das TUM RoboGym am Flughafen München ist der erste Standort des weltweiten NEURA-Gym-Netzwerks. Es gehört zum ebenfalls eröffneten TUM Convergence Center. Das Center soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie bei der Entwicklung neuer Robotik-, KI- und Mobilitätstechnologien fördern.


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