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Markt |

EU startet 525-Millionen-Euro-Initiative für europäisches Chipdesign

Die Europäische Kommission hat die European Chip Design Platform im Rahmen einer 525-Millionen-Euro-Initiative gestartet. Das geht aus einer Mitteilung der Kommission vom 4. November hervor. Die Plattform soll Start-ups und kleineren Unternehmen Entwicklungswerkzeuge, technische Unterstützung und Zugang zu Halbleiterfertigungskapazitäten bereitstellen. Damit will die EU den Weg vom Chipentwurf zur industriellen Fertigung erleichtern und die europäische Halbleiterindustrie stärken.

Chipdesign-Tools für kleinere Halbleiterunternehmen

Über die European Chip Design Platform (EuroCDP) sollen Unternehmen Zugang zu Software für den Chipentwurf und bereits entwickelten Schaltungsbausteinen (IP-Blöcken) erhalten. Bei der Entwicklung ihrer Chips sollen sie zudem technische Unterstützung bekommen. Nach Angaben der Kommission soll die Plattform ihnen auch den Zugang zu Halbleiterfertigungskapazitäten erleichtern.

Die Plattform richtet sich insbesondere an Start-ups und kleinere Chipdesign-Unternehmen. Für sie sind professionelle Entwurfswerkzeuge und der Zugang zur Halbleiterfertigung häufig mit hohen Kosten und erheblichen Hürden verbunden. Die EuroCDP soll diese Zugangshürden abbauen.

Mehr Chipdesign aus Europa

Der Aufbau eigener Chipdesign-Kapazitäten soll Europas Position in der Halbleiterindustrie stärken. Europäische Entwicklungsunternehmen erzielen nach Angaben der Kommission bislang weniger als ein Prozent des weltweiten Umsatzes in diesem Marktsegment. Die EU will deshalb die Hürden für junge Chipunternehmen senken und ihnen bessere Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen.

Dahinter steht auch ein industriepolitisches Ziel: Neue Fertigungskapazitäten in Europa sind langfristig nur tragfähig, wenn genügend Nachfrage entsteht. Ein stärkerer europäischer Chipdesign-Sektor könnte nach Einschätzung der Kommission für zusätzliche Nachfrage nach Fertigungsleistungen sorgen und so die europäische Halbleiterindustrie unterstützen.

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, erklärte: „Die europäische Designplattform gibt unseren Chip-Start-ups und kleinen und mittleren Unternehmen die Unterstützung, die sie benötigen, um die Hürden zu überwinden und ihre innovativen Ideen in Silizium umzusetzen. Sie zeigt, dass Europa bereit ist, seine Ziele für technologische Souveränität in die Tat umzusetzen – über politische Maßnahmen und Versprechen hinaus auch durch Investitionen in unsere Zukunft.“

Die Initiative ist Teil des europäischen Chips Act. Mit dem Start der Plattform will die EU Investitionen von insgesamt 525 Millionen Euro mobilisieren. Virkkunen stellte das Projekt am 4. November offiziell vor.


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