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Markt |

AXT-Tochter Tongmei sichert sich bis zu 545 Millionen Dollar für InP-Fertigung

Der US-amerikanische Halbleitermaterialhersteller AXT hat für seine chinesische Tochter Tongmei Vereinbarungen über eine Eigenkapitalfinanzierung von 285 bis 545 Millionen US-Dollar geschlossen. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 28. Oktober hervor. Die Mittel sollen den Ausbau der Produktion von Indiumphosphid-Substraten vorantreiben. Damit will der Konzern auf den steigenden Bedarf an Wafern für optoelektronische Anwendungen reagieren.

Kapital für neue Anlagen zur InP-Substratfertigung

Die neuen Finanzmittel sollen bei Beijing Tongmei Xtal Technology den Ausbau der Fertigung von Indiumphosphid-Substraten ermöglichen. Die mehrheitlich zu AXT gehörende Tochtergesellschaft will dafür in Produktionsanlagen investieren und ihren Geschäftsbetrieb erweitern. Einen weiteren Teil der Finanzierung will Tongmei als Betriebskapital einsetzen.

Die Finanzierung soll über die Ausgabe neuer Aktien direkt an den chinesischen Substrathersteller fließen. Tongmei produziert Materialien für Verbindungshalbleiter, darunter Indiumphosphid (InP). Die Substrate kommen unter anderem bei der Herstellung optoelektronischer Bauelemente zum Einsatz, etwa für Anwendungen in der optischen Datenübertragung.

Mehr Kapazitäten für den wachsenden InP-Markt

Mit dem Kapital will AXT auf die nach Unternehmensangaben hohe Nachfrage nach InP-Wafern reagieren, die das derzeitige Angebot übersteigt. Die Erlöse sollen laut Mitteilung auch dem Ausbau der chinesischen Rohstoffaktivitäten der Gruppe dienen.

Morris Young, CEO von AXT, erklärte: „Diese strategische Finanzierung markiert einen Meilenstein für Tongmei, da das Unternehmen eigene Aktien ausgibt und so Kapital in Renminbi direkt für seinen Geschäftsbetrieb erhält. Die aufgenommenen Mittel wird Tongmei nutzen, um seine Produktionskapazitäten für Indiumphosphid-Wafer auszubauen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach diesen Wafern das Angebot übersteigt. Die Erlöse sollen außerdem die Kapazitäten unserer Rohstoffunternehmen in China erhöhen. Der führende Investor ist ein bedeutender asiatischer Vermögensverwalter, der bereits Unternehmen bei Börsengängen im Ausland begleitet hat und Tongmei auf dem Weg zu einer möglichen Auslandsnotierung helfen will.“

Die vereinbarte Finanzierung soll bis zu 3,67 Milliarden Renminbi (rund 545 Millionen US-Dollar) einbringen, mindestens jedoch 1,91 Milliarden Renminbi (rund 285 Millionen US-Dollar). Bei vollständiger Ausschöpfung würde AXT laut Mitteilung noch rund 73,4 Prozent der Anteile an Tongmei halten und die Tochter weiterhin konsolidieren. Mit dem Abschluss rechnet das Unternehmen im Dezember 2026, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen und erforderlichen Behördenmeldungen.


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