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Markt |

Malaysia beschlagnahmt KI-Server wegen Verdachts auf Chip-Schmuggel

Der malaysische Zoll hat am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur KI-Server im Wert von rund 49,5 Millionen malaysischen Ringgit (12,1 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt. Die Behörden vermuten, dass die Lieferung mit einem Netzwerk in Verbindung steht, das Hochleistungschips über Malaysia schmuggelt.

Die 30 Servereinheiten mit hochentwickelten KI-Chips wurden am 15. Oktober bei einer Kontrolle in der Freihandelszone des Flughafens entdeckt. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Aspalila Ag Tuah, die zuständige Zolldirektorin des Flughafens.

Die Lieferung stammte aus einem asiatischen Land und sollte in ein anderes Land der Region weiterexportiert werden. Dafür wäre eine Handelsgenehmigung erforderlich gewesen. Die Namen der beiden Länder wurden nicht bekannt gegeben.

„Die Server wurden fälschlicherweise als elektronische Komponenten deklariert und über Malaysia transportiert, um sicherzustellen, dass bei der Ausfuhr zum nächsten Bestimmungsort keine Beschränkungen auferlegt werden“, erklärte Aspalila gegenüber Reportern.

Behörden vermuten Verbindung zu früherem Schmuggelversuch

Nach Angaben der Zollbehörde besteht der Verdacht, dass die Lieferung von demselben Netzwerk abgewickelt wurde, das bereits hinter einem ähnlichen Schmuggelversuch im Juni stand.

Bislang wurden mindestens fünf Fälle mit dem mutmaßlichen Schmuggelnetzwerk in Verbindung gebracht. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Waren beläuft sich auf mehr als 100 Millionen Ringgit (rund 24 Millionen US-Dollar).

Ein malaysisches Unternehmen, das die Lieferung abgewickelt hatte, wurde aufgefordert, die Ermittlungen zu unterstützen.

Malaysia verschärfte Exportkontrollen für KI-Chips

Malaysia hatte im vergangenen Jahr Exportkontrollen für hochentwickelte KI-Chips US-amerikanischer Herkunft eingeführt.

Die Maßnahmen erfolgten auf Druck der Vereinigten Staaten, die verhindern wollen, dass entsprechende Halbleiter über Malaysia nach China gelangen.


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