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Markt |

ASMPT steht vor möglichem Verkauf der SMT-Sparte an IDG Capital

Der in Singapur ansässige Anlagenhersteller ASMPT steht vor einem möglichen Verkauf seiner SMT-Sparte an IDG Capital. Darüber berichtete Reuters am 26. Oktober unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Der Finanzinvestor gilt derzeit als aussichtsreichster Käufer des Elektronikfertigungsgeschäfts. Mit der Entscheidung über die Zukunft der SMT-Sparte will ASMPT mehr Spielraum für den Ausbau seines Halbleitergeschäfts gewinnen.

IDG Capital liegt im Bieterprozess um SMT-Sparte vorn

Der mögliche Verkauf betrifft das SMT-Geschäft von ASMPT mit Anlagen, Software und Dienstleistungen für die Leiterplattenbestückung. Das Angebot umfasst Technik für den Lotpastendruck, die Inspektion und die Bestückung von Leiterplatten mit elektronischen Bauteilen. Zu den wichtigsten Absatzmärkten gehören KI-Server, optische Transceiver und Elektrofahrzeuge.

Um die Übernahme der SMT-Sparte konkurrieren mehrere Finanzinvestoren. Nach Informationen von Reuters hat IDG Capital derzeit die besten Aussichten. FountainVest Partners und Triton Partners haben ebenfalls Interesse bekundet und Gespräche geführt.

ASMPT will Halbleitergeschäft stärker ausbauen

Bereits im Januar hatte ASMPT eine strategische Prüfung seiner SMT-Sparte angekündigt. Neben einem Verkauf zieht ASMPT auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, eine Abspaltung, einen Börsengang oder den Verbleib der SMT-Sparte im Konzern in Betracht. Damit will ASMPT die langfristigen Wachstumsperspektiven der SMT-Sparte verbessern und seine Aktivitäten im Bereich Halbleiterlösungen und Chip-Packaging weiter ausbauen.

Die SMT-Sparte verzeichnete zuletzt deutliche Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang. Wie ASMPT mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 53,1 Prozent auf 3,87 Milliarden Hongkong-Dollar (493,5 Millionen US-Dollar). Die Auftragseingänge erhöhten sich um 87,8 Prozent auf 6,98 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 890,1 Millionen US-Dollar) und erreichten damit einen Rekordwert für ein erstes Halbjahr. Maßgeblich dazu trug nach Unternehmensangaben die Nachfrage von Herstellern von KI-Servern bei.

Eine Einigung über den Verkauf könnte laut Reuters in den kommenden Wochen zustande kommen. ASMPT strebt nach Angaben zweier Informanten eine Bewertung von rund 1,5 Milliarden US-Dollar an. Ob die Interessenten diese Preisvorstellung erfüllen, bleibt offen.


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