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© GlobalFoundries
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GlobalFoundries und Siemens entwickeln KI-Kontrollzentrum für Chipfertigung in Singapur

Der US-amerikanische Halbleiterfertiger GlobalFoundries hat gemeinsam mit Siemens ein KI-gestütztes Kontrollzentrum für seine Fabrikinfrastruktur in Singapur eröffnet. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 26. Oktober hervor. Die neue Leitstelle soll Betriebsdaten mehrerer Chipfabriken zusammenführen und technische Störungen früher erkennen. Langfristig will GlobalFoundries dieses Konzept auf weitere Fertigungsstandorte übertragen.

Fünf Leitstellen in einem Kontrollzentrum

Das Advanced Facilities Control Centre (AFCC) soll in der ersten Ausbaustufe fünf bisher getrennte Kontrollzentren auf dem GlobalFoundries-Campus in Singapur vereinen. Dort erfasst die zentrale Leitstelle Betriebskennzahlen und Zustandsdaten der technischen Infrastruktur. Nach dem weltweiten Ausbau soll das System über eine Million relevante Datenpunkte aus der technischen Fabrikinfrastruktur erfassen.

Das Kontrollzentrum soll den Anlagenbetrieb rund um die Uhr überwachen. Dafür nutzt GlobalFoundries nach eigenen Angaben autonome Inspektionsroboter. Sie kontrollieren die Fabrikumgebung mit Wärmebildtechnik und Sensoren für Gase. Auch Vibrationen und ungewöhnliche Geräusche können sie erfassen. Die Messwerte gelangen unmittelbar an das Kontrollzentrum. Dort sollen Visualisierungen und KI-gestützte Analysen dem Personal helfen, mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen und Wartungseinsätze gezielter zu steuern.

Isabel Chong, Geschäftsführerin von Digital Industries ASEAN bei Siemens, sagte: „Mit zuverlässigen Daten, einer sicheren Infrastruktur und fundiertem Branchenwissen können wir vorausschauende Wartung, fortschrittliche Automatisierung und industrielle KI von Singapur aus weiter ausbauen. Gemeinsam mit GlobalFoundries entwickeln wir eine neue Generation für den Betrieb der Fabrikinfrastruktur, die Halbleiterfertigung intelligenter, widerstandsfähiger und effizienter machen soll.“

Vorausschauende Wartung für das globale Fabriknetz

Mit der zentralen Überwachung will GlobalFoundries seine Anlagen zuverlässiger betreiben und ungeplante Stillstände reduzieren. Das Unternehmen erwartet zudem einen effizienteren Einsatz von Personal und Maschinen. Auch die vorhandenen Flächen sollen besser genutzt werden. Eine gemeinsame Datenbasis soll den Energieverbrauch sowie damit verbundene Emissionen senken und Vergleiche zwischen verschiedenen Werken erleichtern.

Pradip Singh, Chief Manufacturing Officer bei GlobalFoundries, erklärte: „Eine zuverlässige technische Infrastruktur ist für die Halbleiterfertigung unverzichtbar. Das AFCC ist ein wichtiger Schritt zu einem stärker vernetzten, intelligenteren und widerstandsfähigeren globalen Fertigungsnetz. Mit einheitlicheren Prozessen, besserer Transparenz und intelligenterer Überwachung unserer kritischen Infrastruktur ebnen wir den Weg für einen effizienteren und nachhaltigeren Betrieb an unseren weltweiten Standorten.“


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