Sachsen und Arizona sondieren neue Kooperationen in der Halbleiterindustrie
Die Wirtschaftsförderung Sachsen und die Arizona Commerce Authority wollen neue Geschäfts- und Forschungskooperationen zwischen den Halbleiterstandorten beider Regionen fördern. Das geht aus einer Mitteilung der Wirtschaftsförderung Sachsen vom 18. Oktober hervor. Auf der Halbleitermesse SEMICON West in San Francisco haben sich Vertreter aus Sachsen und Arizona mit Führungskräften der Chipindustrie und Vertretern von Forschungseinrichtungen ausgetauscht. Dabei ging es um neue Geschäftsmöglichkeiten für Halbleiterunternehmen und Zulieferer auf beiden Seiten des Atlantiks.
Besserer Marktzugang für Halbleiterunternehmen und Zulieferer
Die Gespräche knüpfen an eine Begegnung zwischen Vertretern aus Sachsen und Arizona bei den Silicon Saxony Days im Juni an. Die beiden Wirtschaftsorganisationen wollen Unternehmen aus Sachsen den Zugang zum US-Halbleitermarkt erleichtern. Firmen aus Arizona sollen im Gegenzug enger mit der europäischen Mikroelektronikindustrie zusammenarbeiten können. Potenzial sehen die Beteiligten für Zulieferbetriebe sowie für Kontakte zwischen Forschungseinrichtungen und Fachkräften.
Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen, erklärte: „Arizona und Sachsen gehören zu den weltweit führenden Mikroelektronik-Standorten, an denen aktuell auch sehr große neue Halbleiterkapazitäten entstehen. Damit wächst auf beiden Seiten nicht nur die Chipfertigung. Auch Zulieferer, Forschung, Fachkräfte und Infrastruktur müssen Schritt halten. Genau hier sehen wir einen konkreten Nutzen einer engeren Zusammenarbeit. Sächsische Unternehmen erhalten bessere Zugänge zu einem der wichtigsten Halbleitermärkte der USA, gleichzeitig können wir Unternehmen aus Arizona einen direkten Zugang zum größten Mikroelektronikstandort Europas bieten.“
Sandra Watson, Präsidentin und CEO der Arizona Commerce Authority, sagte: „Sowohl Arizona als auch Sachsen haben sich zu weltweit führenden Standorten in den Bereichen Halbleiterfertigung, Innovation und Investitionen entwickelt. Da unsere Ökosysteme weiter wachsen, ist es von enormem Wert, engere Verbindungen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Talentpools auf beiden Seiten des Atlantiks aufzubauen. Wir sind unseren Partnern aus Sachsen dankbar und freuen uns darauf, gemeinsam die Führungsrolle im Halbleiterbereich weiter zu entwickeln.“
Seit 2020 verzeichnet Arizona nach Angaben der Wirtschaftsförderung Sachsen über 70 Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekte der Halbleiterindustrie mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 314 Milliarden US-Dollar. Die Investitionen reichen von der Chipfertigung über Fertigungsanlagen und Materialien bis zur modernen Halbleitergehäusetechnik (Advanced Packaging) und Forschung.



