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Markus-Renner
© Perzeptron
Markt |

Perzeptron fordert Umdenken bei der Versorgungssicherheit in der EMS-Branche

Der deutsche Supply-Chain-Spezialist Perzeptron empfiehlt EMS-Dienstleistern, ihre Lieferketten mithilfe von ERP-Daten besser zu steuern und Versorgungsrisiken frühzeitig zu erkennen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 20. Oktober hervor. Angesichts knapper elektronischer Bauteile und hoher Flexibilitätsanforderungen sollen Fertiger ihre internen Abläufe genauer analysieren. Auch eine engere Abstimmung mit den Auftraggebern soll die Versorgungssicherheit verbessern.

Effizienzanalyse und Software für die Lieferkettensteuerung

Mit einer Effizienzanalyse auf Basis vorhandener ERP-Daten will Perzeptron Schwachstellen entlang der Liefer- und Auftragskette sichtbar machen. Nach Unternehmensangaben zeigt die Untersuchung innerhalb weniger Tage, welche Störfaktoren die Abläufe beeinträchtigen und wo ungenutzte Produktivitätsreserven liegen. Elektronikfertiger sollen dadurch gezielter auf Probleme bei der Beschaffung oder Auftragsabwicklung reagieren können.

Für die laufende Steuerung setzt Perzeptron auf seine Software MiG (Materialwirtschaft im Gleichgewicht). Sie ergänzt bestehende ERP-Systeme und führt Informationen aus Einkauf, Fertigung, Logistik und Vertrieb zusammen. Bei Änderungen von Materiallieferterminen oder Kundenbedarfen sollen Fertiger betroffene Aufträge frühzeitig identifizieren und ihre weiteren Schritte besser koordinieren.

Versorgungssicherheit durch engere Zusammenarbeit

Den Handlungsbedarf begründet Perzeptron mit dem zunehmenden Einfluss großer Abnehmer auf die Bauteilverfügbarkeit. Besonders mittelständische EMS-Dienstleister stehen dadurch bei der Materialbeschaffung unter Druck, müssen aber weiterhin kurze Lieferfristen und flexible Anpassungen gewährleisten.

Eine engere Zusammenarbeit mit den Kunden soll deshalb bereits in der Produktentwicklung beginnen. Elektronikfertiger können so die langfristige Verfügbarkeit von Komponenten prüfen und mögliche Alternativen berücksichtigen. Bei der Bedarfsplanung sollen Auftraggeber ihre erwarteten Stückzahlen und absehbare Änderungen rechtzeitig mit den Fertigern abstimmen. Damit sollen Materialbeschaffung und Produktionsplanung verlässlicher werden.

Markus Renner, Geschäftsführer der Perzeptron GmbH, erklärte: „Der Kunde muss ins Boot – und zwar bevor aus einem Versorgungsrisiko ein Lieferproblem wird“, erklärte Markus Renner, Geschäftsführer der Perzeptron GmbH. „Wenn beide Seiten ihre Planungen unabhängig voneinander vornehmen, entstehen Risiken, die später kaum noch auffangbar sind. Es braucht eine gemeinsame Sicht auf Bedarfe, Materialverfügbarkeit und mögliche Engpässe.“


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