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© pexels
Markt |

Neue Studie zeigt: Speicherengpässe verändern Produktdesigns in der Elektronikindustrie

Eine neue Studie des deutschen Speicherspezialisten MEMPHIS Electronic zeigt, wie stark die anhaltenden Lieferengpässe die Produktentwicklung in der Elektronikindustrie beeinflussen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 15. Oktober hervor. 95 Prozent der befragten Ingenieure haben im vergangenen Jahr ihre Beschaffungsstrategie, ihr Produktdesign oder beides angepasst. Die Engpässe wirken sich damit auf die Wahl der Speichertechnologie aus und verzögern teilweise sogar Produkteinführungen.

Lieferprobleme mit Folgen für die Entwicklung

Die Studie zeigt erhebliche Auswirkungen auf laufende Elektronikprojekte. 46 Prozent der Befragten berichten demnach von gestiegenem Entwicklungsaufwand. 36 Prozent haben Produkte für leichter verfügbare Speicherkomponenten umkonzipiert. Fast ein Viertel (24 Prozent) verschob Markteinführungen, elf Prozent stellten Produkte vollständig ein.

Als größte Probleme sehen die Ingenieure die Verfügbarkeit von Speicherbausteinen (69 Prozent), die Preise (62 Prozent) und die Lieferzeiten (46 Prozent). Auch die Technologiewahl verändert sich: 27 Prozent griffen auf ältere oder besser erhältliche Speicher zurück. Bei den Herausforderungen für das kommende Jahr wurden etablierte Speichertechnologien wie DDR3, DDR4 und eMMC mit niedriger Speicherdichte deutlich häufiger angeführt als neueste Speicherlösungen. Die Befragten erwarten insbesondere Schwierigkeiten mit der Versorgungssicherheit, gefolgt von Preisen, Lieferzeiten und Obsoleszenz.

Beschaffungsstrategien und unsichere Bedarfsplanung

Um Lieferausfälle abzufedern, erhöhen Unternehmen ihre Vorräte und suchen Alternativen. Knapp 42 Prozent stockten ihre Lagerbestände auf. Jeweils 39 Prozent qualifizierten weitere Lieferanten beziehungsweise wechselten zu anderen Speicherherstellern. Langfristige Vereinbarungen bleiben dennoch die Ausnahme: Erst 13 Prozent haben entsprechende Verträge abgeschlossen. 61 Prozent sorgen sich um Preissteigerungen, 58 Prozent um die künftige Verfügbarkeit.

Die geringe Planungssicherheit erschwert solche Verpflichtungen: Lediglich sechs Prozent trauen sich eine verlässliche Prognose ihres Speicherbedarfs für die nächsten zwölf Monate zu. Fast ein Drittel hat nur geringes oder gar kein Vertrauen in die eigenen Bedarfsprognosen.

Nikolaos Florous, Global Head of Product Marketing bei MEMPHIS Electronic, erklärte: „Die Ergebnisse deuten auf einen grundlegenden Wandel in der Produktentwicklung hin. Bisher wählten Ingenieure Speicher vor allem nach Schnelligkeit, Kapazität und Preis aus. Heute sind Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit ebenso wichtig – in vielen Fällen sogar wichtiger. Der Engpass ist längst nicht mehr nur ein Thema für den Einkauf, sondern betrifft inzwischen auch Entwicklung und Produktdesign.“

Für die Memory Market Study 2026 befragte EETech im Auftrag von MEMPHIS Electronic 105 Ingenieure aus Europa und den USA, die aktiv mit Speicherprodukten arbeiten. Die angegebene Fehlerspanne beträgt ±9,6 Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent.

 


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