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NeuronAI
© NEURA Robotics
Markt |

NEURA Robotics stellt KI-Modell für Roboter mit multisensorischer Wahrnehmung und Gedächtnis vor

Der deutsche Robotikhersteller NEURA Robotics hat mit Neuron AI ein KI-Modell vorgestellt, das Robotern multisensorische Wahrnehmung und ein Gedächtnis ermöglichen soll. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 14. Oktober hervor. Mithilfe verschiedener Sensordaten und gespeicherter Informationen sollen Roboter auch komplexere Aufgaben eigenständig bewältigen können. Industrieunternehmen sollen ihnen neue Arbeitsabläufe künftig schneller beibringen können.

Multisensorische Steuerung mit Gedächtnis

Mit dem neuen KI-Modell Neuron AI sollen Roboter ihre Umgebung künftig über mehrere Sinne erfassen und frühere Erfahrungen bei ihren Handlungen berücksichtigen können. Dafür setzt NEURA Robotics auf eine Perception-Language-Action-Architektur (PLA), die 3D-Bildinformationen mit Berührungs- und Kraftdaten sowie Geräuschen, Sprache und dem Eigenzustand des Roboters verarbeitet. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, können Roboter dadurch etwa anhand eines Klickgeräuschs und des spürbaren Widerstands feststellen, ob ein Schloss geöffnet wurde. Die Gedächtnisfunktion soll ihnen außerdem helfen, Gegenstände auch außerhalb ihres aktuellen Sichtfelds zu berücksichtigen.

Das nötige Wissen erhält Neuron AI aus realen Robotereinsätzen und Trainingsläufen in den sogenannten NEURA Gyms. Mit dem Data Amplifier erzeugt das Unternehmen weitere Trainingssituationen in einer Simulationsumgebung. Daten über menschliche Bewegungen stammen von Personen mit speziellen Sensoranzügen. Das Modell läuft nach Unternehmensangaben bereits auf fünf verschiedenen NEURA-Roboterformfaktoren mit unterschiedlichen Greifern und Händen.

David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics, sagte: „Ein intelligenter Roboter braucht ein Gehirn, das seine Sinne zusammenführt und sich daran erinnert, was passiert ist. Mit Neuron AI bauen wir das Gehirn der physischen Welt: Physical AI, die menschliches Fachwissen und physische Erfahrung in Fähigkeiten verwandelt, die Roboter lernen und anwenden können. Entwickelt in Deutschland, gebaut für die Welt.“

Schnelleres Lernen für industrielle Roboterflotten

Über die Plattform Neuraverse will NEURA Robotics neue Roboterfähigkeiten schneller in die industrielle Praxis bringen. Unternehmen sollen Neuron AI an ihre eigenen Aufgaben anpassen und erlernte Fähigkeiten auf ganze Roboterflotten übertragen können. Ihr Prozesswissen können sie dabei für sich behalten. Freiwillig geteilte Fähigkeiten oder Einsatzdaten können zur Weiterentwicklung der Modelle beitragen. Als wichtige Messgröße dient laut Mitteilung die sogenannte „Time-to-Skill“, also die Zeit, die ein Roboter benötigt, um eine neue Aufgabe zuverlässig auszuführen. Diese will NEURA verkürzen, damit sich Roboter schneller an veränderte Produktionsanforderungen anpassen können.


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