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Markt |

Bosch stellt 100 Millionen Euro für deutsche Deep-Tech-Start-ups bereit

Die Bosch-Gruppe will ihr Engagement in der deutschen Start-up-Szene deutlich ausbauen und stellt dafür 100 Millionen Euro bereit. Mit dem neuen Wagniskapitalfonds „Spark“ sollen insbesondere junge Technologieunternehmen in frühen Entwicklungsphasen unterstützt werden. Im Fokus stehen unter anderem Automatisierung, Elektrifizierung, künstliche Intelligenz und Medizintechnik.

Wie Bosch in einer Pressemitteilung vom 8. Oktober 2026 bekannt gibt, soll der neue Fonds über die Venture-Capital-Tochter Bosch Ventures verwaltet werden. Ziel ist es, technologische Innovationen in Deutschland zu fördern und gleichzeitig neue Wachstumsfelder für den Konzern zu erschließen.

„Deutschlands Start-up-Landschaft ist nicht nur technologisch attraktiv, sondern besitzt auch viel Potenzial für unsere Wachstumsfelder“, erklärt Christian Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Durch Finanzierungen, Kooperationen und Partnerschaften wolle Bosch verstärkt Zugang zu neuen Geschäftsmodellen und Technologien gewinnen, die ganze Märkte verändern könnten.

Fondsstart für Januar 2027 geplant

Der neue Spark-Fonds soll am 1. Januar 2027 starten und sich an deutsche Deep-Tech-Start-ups in unterschiedlichen Entwicklungsphasen richten. Der Schwerpunkt liegt auf Seed- und Frühphasenfinanzierungen. Erfolgreiche Portfoliounternehmen sollen darüber hinaus auch bei späteren Finanzierungsrunden unterstützt werden.

Investitionen sind deutschlandweit vorgesehen, wobei Bosch gezielt auch junge Unternehmen aus Baden-Württemberg fördern möchte.

„Der neue Spark-Fonds ergänzt die globalen Investmentplattformen von Bosch Ventures um ein eigenständiges Finanzierungsangebot für Start-ups in Deutschland“, erklärt Ingo Ramesohl, Geschäftsführer der Robert Bosch Venture Capital GmbH.

Investitionen in Automatisierung, KI und Elektrifizierung

Zu den zentralen Investitionsfeldern von Bosch Ventures gehören Automatisierung, Elektrifizierung, künstliche Intelligenz und Medizintechnik. Darüber hinaus investiert die Gesellschaft in weitere Technologien und Geschäftsmodelle, die für die zukünftigen Geschäftsfelder des Konzerns relevant sind.

Bosch Ventures zählt nach eigenen Angaben zu den größeren Unternehmensinvestoren Europas. Seit der Gründung im Jahr 2007 hat die Gesellschaft weltweit in deutlich mehr als 100 Start-ups investiert und hält derzeit rund 70 aktive Beteiligungen.

Zum Portfolio gehören bereits mehrere deutsche Technologieunternehmen. Dazu zählen Ferroelectric Memory aus Dresden, das sich mit Speichertechnologien beschäftigt, der Berliner Datenbankspezialist Qdrant sowie 4screen aus München, ein Anbieter digitaler Mobilitätslösungen.

Insgesamt hat Bosch Ventures seit seiner Gründung Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Milliarde Euro aufgelegt. Erst 2025 startete das Unternehmen seinen sechsten globalen Wagniskapitalfonds.

Zusammenarbeit mit Start-ups soll Innovationen beschleunigen

Neben der finanziellen Unterstützung setzt Bosch auf eine engere Zusammenarbeit zwischen jungen Technologieunternehmen und bestehenden Geschäftsbereichen.

Über das 2018 gestartete Programm Open Bosch erhalten Start-ups die Möglichkeit, frühzeitig mit operativen Einheiten des Konzerns zusammenzuarbeiten. Dabei können sie als Zulieferer, Kunden oder Technologiepartner eingebunden werden und von der industriellen Erfahrung des Unternehmens profitieren.

Nach Angaben von Bosch sind über das Programm bereits mehrere Hundert Partnerschaften mit Start-ups entstanden. Mehr als ein Viertel der beteiligten Unternehmen stammt aus Deutschland.

„Wenn Start-ups und etablierte Unternehmen ihre Stärken zusammenbringen, können Lösungen schneller entstehen und die Innovationseffizienz steigt“, erklärt Ramesohl.

Darüber hinaus entwickelt Bosch auch eigene neue Geschäftsideen außerhalb seines bisherigen Kerngeschäfts. Diese sollen systematisch zur Marktreife geführt werden und zusätzliche Geschäftsmodelle für den Konzern erschließen.

Mit dem Spark-Fonds will Bosch seine Investitionsaktivitäten in Deutschland gezielt erweitern und die Entwicklung neuer Technologien fördern, die sowohl für die deutsche Industrie als auch für die langfristige Wachstumsstrategie des Unternehmens von Bedeutung sein könnten.


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