Aehr erhält Folgeaufträge über sechs Millionen Dollar für Burn-in-Tests von KI-Prozessoren
Der US-amerikanische Halbleitertestausrüster Aehr Test Systems hat Folgeaufträge im Wert von rund sechs Millionen US-Dollar für die Prüfung einer neuen Generation von KI-Prozessoren erhalten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 7. Oktober hervor. Ein Großkunde will damit seine Testkapazitäten bei einem taiwanischen Halbleiterdienstleister ausbauen. Die zusätzlichen Anlagen sollen die Prüfkapazitäten für den bevorstehenden Produktionshochlauf erweitern.
Weitere Burn-in-Systeme für KI-Prozessoren
Für den Folgeauftrag liefert Aehr zusätzliche Sonoma-Systeme, mit denen der Kunde seine KI-Prozessoren nach der Gehäusemontage auf Zuverlässigkeit prüfen will. Für den Ausbau der Testkapazitäten liefert Aehr neben den Sonoma-Systemen betriebsbereite Burn-in-Module, prozessorspezifische Kontaktsockel und Erweiterungen der Produktionssoftware. Die Technik kommt bei einem taiwanischen Dienstleister für Halbleitermontage und -tests zum Einsatz. Der Kunde entwickelt die Prozessoren laut Mitteilung für das Training und die Ausführung von KI-Modellen in Rechenzentren.
Höhere Testkapazitäten für komplexe KI-Prozessoren
Die nächste Generation der KI-Prozessoren stellt nach Angaben von Aehr höhere Anforderungen an die Prüftechnik. So müssen die Testsysteme innerhalb eines Chipgehäuses unterschiedliche Temperaturbereiche unabhängig voneinander steuern können. Die Sonoma-Technologie erlaubt laut Unternehmensangaben eine gezielte Temperierung einzelner Bereiche sowie den Einsatz unterschiedlicher elektrischer Prüfmuster. Auch hohe Prüfströme und die Überwachung mehrerer Bauteile innerhalb eines Gehäuses sind laut Mitteilung möglich.
Der Großkunde nutzt die Sonoma-Systeme bereits zur Serienprüfung seiner bisherigen KI-Prozessoren. Mit den Folgeaufträgen will er die Testkapazitäten nun weiter ausbauen. Aehr rechnet nach eigenen Angaben mit deutlich höheren Produktionsmengen. Dadurch erwartet das Unternehmen auch weitere Aufträge für Testanlagen und Komponenten. Für künftige Anwendungen sprechen Aehr und der Kunde laut Mitteilung auch über den Einsatz der FOX-XP-Plattform für Burn-in-Tests auf Wafer-Ebene. Damit wollen die Partner fehlerhafte Chips bereits vor der aufwendigen Gehäusemontage erkennen.
Gayn Erickson, Präsident und CEO von Aehr Test Systems, erklärte: „Diese Folgeaufträge zeigen, dass unsere Zusammenarbeit mit diesem Großkunden weiter wächst und er darauf vertraut, dass sich die Sonoma-Systeme auch für künftige Generationen immer leistungsfähigerer und komplexerer KI-Prozessoren eignen. Das Programm geht nun von der Qualifizierung und den ersten Produktionssystemen zur Anschaffung weiterer Anlagen, Verbrauchsmaterialien und Software für den erwarteten Produktionshochlauf über. Mit steigenden Stückzahlen sehen wir Potenzial für eine erhebliche zusätzliche Nachfrage nach Sonoma-Systemen und prozessorspezifischen Verbrauchsmaterialien.“
Aehr will die bestellten Anlagen und Komponenten innerhalb der nächsten sechs Monate ausliefern. Die Serienproduktion der neuen KI-Prozessoren soll 2027 anlaufen.





