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© Infineon
Markt |

Infineon und ZuriQ bauen Partnerschaft für Quantenchips aus

Infineon und das Schweizer Quantencomputing-Start-up ZuriQ erweitern ihre Zusammenarbeit, um die Ionenfallenarchitektur von ZuriQ für größere Qubit-Anzahlen zu skalieren. Die Partnerschaft verbindet das Chipdesign von ZuriQ mit Infineons Kompetenzen in der Halbleiterfertigung, im Advanced Packaging und in der integrierten Photonik.

Wie Infineon in einer Pressemitteilung mitteilt, ist es den beiden Unternehmen im Rahmen ihrer bisherigen Zusammenarbeit gelungen, eine zweidimensionale Anordnung von neun individuell gesteuerten Ionen in einer 3×3-Matrix einzufangen. Nach Angaben der Partner handelt es sich dabei um die bislang größte zweidimensionale Anordnung dieser Art. Im nächsten Schritt soll die Technologie auf eine deutlich höhere Anzahl von Qubits skaliert werden.

„Durch unsere Zusammenarbeit mit Infineon, das über ein tiefes Verständnis der Prozessentwicklung und Halbleitertechnologien verfügt, verwandeln wir die technologischen Fortschritte von ZuriQ in skalierbare und industriell herstellbare Quantenhardware“, sagt Pavel Hrmo, Mitgründer und CEO von ZuriQ.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Ionenfallen-Quantencomputern, bei denen Ionen in eindimensionalen Ketten angeordnet werden, basiert die Architektur von ZuriQ auf einem von Grund auf zweidimensionalen Ansatz.

Zum Einsatz kommt eine sogenannte Penning-Mikrofalle, bei der elektrische und magnetische Felder genutzt werden, um Ionen direkt über den Chip zu bewegen. Nach Angaben der Unternehmen lassen sich dadurch komplexe Verbindungsstrukturen vermeiden, was den Aufbau größerer Qubit-Anordnungen erleichtern soll.

„Mit unserer Expertise in der Halbleiterfertigung, Integration und im Advanced Packaging ermöglichen wir die nächste Generation von Quantenprozessoren auf Basis von Ionenfallen“, sagt Clemens Rössler, Senior Director und Head of Quantum Processing Units bei Infineon.

ZuriQ wurde 2024 als Ausgründung der ETH Zürich gegründet. Das Unternehmen entwickelt Quantencomputer auf Basis einer zweidimensionalen Ionenfallenarchitektur.

Konkrete Angaben dazu, wie viele Qubits mit der erweiterten Zusammenarbeit erreicht werden sollen oder innerhalb welchen Zeitraums die Skalierung erfolgen soll, machten die Unternehmen nicht. Auch zur organisatorischen Struktur und Finanzierung der erweiterten Partnerschaft wurden keine Details veröffentlicht.


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