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© Skyworks Solutions
Markt |

Skyworks und Qorvo schließen Fusion ab

Der US-Halbleiterhersteller Skyworks hat die Fusion mit dem ebenfalls US-amerikanischen Chiphersteller Qorvo abgeschlossen. Das geht aus einer Mitteilung von Skyworks vom 5. Oktober hervor. Der gemeinsame Konzern vereint Kompetenzen in der Hochfrequenztechnik sowie bei Analog- und Leistungshalbleitern. Skyworks will damit sein Technologieportfolio erweitern und neue Geschäftsmöglichkeiten jenseits des Mobilfunkmarktes erschließen.

Größeres Technologieportfolio für Mobilfunk und Industrie

Durch die Fusion erweitert Skyworks sein bisheriges Angebot an Hochfrequenz-, Analog- und Leistungshalbleitern. Zu den neu gewonnenen Technologien gehören RF-GaN, Niederspannungs-Leistungselektronik und Lösungen für kabelgebundene Breitbandnetze. Nach dem Zusammenschluss verfügt der Konzern über rund 8.000 Ingenieure sowie über 12.000 erteilte und angemeldete Patente.

Auch im Mobilfunkgeschäft erhält Skyworks durch Qorvo zusätzliche Kompetenzen bei RF-Frontends. Mit der Weiterentwicklung von 5G-Advanced und dem Übergang zu 6G steigen nach Unternehmensangaben die technischen Anforderungen an Smartphones. Künftige Geräte sollen weitere Frequenzbänder und neue Frequenzbereiche nutzen sowie zusätzliche KI-Funktionen integrieren. Dadurch wächst der Bedarf an hochintegrierten Hochfrequenzlösungen.

Breiterer Zielmarkt und stärkere US-Fertigung

Außerhalb des Mobilfunkgeschäfts soll sich der für Skyworks erreichbare Markt durch die Fusion nach Unternehmensangaben mehr als verdoppeln. Neue Geschäftsmöglichkeiten sieht der Konzern unter anderem bei Physical AI und vernetzten Edge-Systemen sowie in der Luft- und Raumfahrt und Verteidigungsindustrie. Auch Rechenzentren, Netzwerktechnik und die Automobilindustrie gehören zu den angestrebten Absatzmärkten. Mit dem breiteren Technologiespektrum will Skyworks sein Geschäft auf weitere Absatzmärkte verteilen und seine Fertigungspräsenz in den USA stärken.

Phil Brace, CEO und President von Skyworks, erklärte: „Dieser Zusammenschluss reicht weit über das Zusammenbringen zweier Unternehmen hinaus. Unsere Kunden stehen vor immer komplexeren Herausforderungen und benötigen Partner mit den nötigen Fähigkeiten, technischem Know-how und entsprechender Größe, um Innovationen schneller voranzutreiben. Gemeinsam haben wir gute Voraussetzungen, stärker integrierte Lösungen auf Systemebene zu entwickeln und die Entwicklung der nächsten Generation vernetzter Technologien zu beschleunigen. Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein, aber erst der Anfang. Wir sehen eine außergewöhnliche Chance, langfristigen Wert für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter zu schaffen und die Zukunft unserer Branche mitzugestalten.“

Bob Bruggeworth, früherer CEO und President von Qorvo und nun Mitglied des Skyworks-Verwaltungsrats, sagte: „Dieses nächste Kapitel beginnt mit großem Stolz. Ich konnte aus erster Hand erleben, mit welchem Fokus und welcher Disziplin sich unsere Teams auf diesen Moment vorbereitet haben. Ich habe großes Vertrauen in die Zukunft des gemeinsamen Unternehmens und in seine Fähigkeit, die mit dem Zusammenschluss verbundenen Erwartungen zu erfüllen.“

Skyworks erwartet durch die Fusion jährliche Kostensynergien von mindestens 500 Millionen US-Dollar. Diese sollen sich innerhalb von 24 bis 36 Monaten nach dem Abschluss einstellen, sobald die Integration beider Unternehmen abgeschlossen ist. Außerdem soll sich die Fusion unmittelbar positiv auf den bereinigten Gewinn je Aktie auswirken.

Die Qorvo-Aktionäre erhalten für jede ihrer Aktien 32,50 US-Dollar in bar und 0,960 Skyworks-Aktien. Nach Abschluss der Fusion halten die bisherigen Skyworks-Aktionäre auf vollständig verwässerter Basis rund 63 Prozent des gemeinsamen Unternehmens, die bisherigen Qorvo-Aktionäre rund 37 Prozent. Der Konzern firmiert weiterhin als Skyworks und bleibt unter dem Börsenkürzel SWKS an der Nasdaq notiert.


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