Quobly arbeitet mit CEA-Leti und STMicroelectronics an skalierbaren Quantenchips
Das französische Quantencomputing-Unternehmen Quobly erhält über seine Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungsinstitut für Mikroelektronik und Informationstechnologien CEA-Leti Zugang zur europäischen FAMES-Pilotlinie für Halbleitertechnologien. Das geht aus einer Mitteilung von Quobly vom 28. September hervor. Dort will das Unternehmen neue Prozessabläufe für spätere Generationen seiner Silizium-Quantenprozessoren entwickeln und erproben.
Neue Prozesse für Silizium-Quantenprozessoren
Über FAMES erhält Quobly Zugang zu modernen Halbleiteranlagen und zusätzlichen Prozessmodulen. Gemeinsam mit CEA-Leti will das Unternehmen neue Strukturierungsverfahren untersuchen, die für spätere Generationen seiner Silizium-Quantenprozessoren benötigt werden. Die Arbeiten an den Silizium-Spin-Qubits sollen nach Unternehmensangaben weitere technische Schritte für deren Skalierung vorbereiten.
Für seine QSOI-Architektur nutzt Quobly Silizium-Spin-Qubits auf einer FD-SOI-Halbleiterplattform. Die industrielle Umsetzung treibt das Unternehmen gemeinsam mit STMicroelectronics auf 300-Millimeter-Fertigungsinfrastruktur voran.
Jean-René Lequepeys, Chief Technology Officer von CEA-Leti, erklärte: „Die Zusammenarbeit mit Quobly baut auf langjähriger Forschung an Silizium-Quantentechnologien auf und führt die Entwicklung moderner Halbleiterprozesse mit den Anforderungen des Quantencomputings zusammen. FAMES eröffnet Quobly den Zugang zu modernsten Prozesstechnologien, um neue technologische Möglichkeiten zu untersuchen und die Entwicklung künftiger Generationen von Silizium-Quantenprozessoren voranzutreiben.“
Neue Prozessschritte für die spätere industrielle Fertigung
Für die weitere Skalierung seiner Silizium-Quantenprozessoren will das Unternehmen Halbleiterprozesse und Fertigungstechnologien aus der Mikroelektronik nutzen. Die Zusammenarbeit mit CEA-Leti soll laut Mitteilung dazu beitragen, neue Prozessschritte schneller zu entwickeln und für spätere Prozessorgenerationen auf die industrielle Fertigung vorzubereiten.
Nicolas Daval, Chief Engineering Officer von Quobly, sagte: „Quobly entstand aus über 15 Jahren Forschung von CEA-Leti und CNRS zur Entwicklung von Silizium-Spin-Qubits. Unsere Zusammenarbeit mit CEA-Leti wird seit der Unternehmensgründung fortgeführt, während unsere Partnerschaft mit STMicroelectronics uns die Industrialisierung von QSOI auf einer 300-Millimeter-Halbleiterfertigungsinfrastruktur ermöglicht. Der Zugang zu FAMES erweitert diese Möglichkeiten und erlaubt uns, Technologieoptionen für die nächsten Generationen unserer Quantenprozessoren zu untersuchen und weiterzuentwickeln.“
Bis Ende 2026 soll mit Alloy Pioneer der erste Quantencomputer des Unternehmens kommerziell starten. Für die folgenden Jahre sieht die Roadmap skalierbare, fehlertolerante Architekturen vor, die bis 2032 eine Million Qubits erreichen sollen. Im Juni sammelte das Unternehmen 115 Millionen Euro in einer Series-A-Runde ein.




