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Markt |

TOYO öffnet Quantencomputer für Japans Forschungs- und Technologieökosystem

Die TOYO Corporation baut ihre Quantencomputing-Infrastruktur in Japan aus. Das Unternehmen hat mit IQM Spark einen zweiten Full-Stack-Quantencomputer von IQM Quantum Computers erworben und will seine Systeme künftig auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten zur Verfügung stellen.

Wie IQM Quantum Computers in einer über Business Wire veröffentlichten Pressemitteilung vom 15. September 2026 bekannt gab, soll das neue IQM-Spark-System im Forschungs- und Entwicklungszentrum von TOYO in Kiba, Tokio, installiert werden. Der Betrieb ist für Anfang 2027 vorgesehen. Dort soll das System unter anderem für die Ausbildung im Quantencomputing sowie zur Validierung und Verifizierung von Algorithmen eingesetzt werden.

Es handelt sich bereits um den zweiten Quantencomputer, den TOYO bei IQM bestellt hat. Zuvor hatte das Unternehmen einen IQM Radiance mit 20 Qubits erworben. Dieses System soll Ende 2026 im Global Research and Development Center for Business by Quantum-AI Technology (G-QuAT) installiert werden, einer Forschungseinrichtung des japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST). Beide Systeme sollen Anfang 2027 einsatzbereit sein.

TOYO will die beiden Quantencomputer nicht ausschließlich für eigene Projekte einsetzen. Nach ihrer Inbetriebnahme sollen auch japanische Unternehmen, Organisationen, Forschungsinstitute und Universitäten Zugang erhalten. Damit sollen unter anderem Fachkräfte ausgebildet, neue Anwendungsfälle entwickelt und Forschungsprojekte unterstützt werden.

Darüber hinaus sollen die Systeme als Testumgebung für Komponenten und Technologien dienen, die in supraleitenden Quantencomputern eingesetzt werden. Entwickler können diese damit unter realen Betriebsbedingungen evaluieren und verifizieren.

„Wir glauben, dass die beschleunigte Einführung von Quantentechnologien Umgebungen erfordert, in denen Unternehmen, Universitäten und Forscher praktische Erfahrungen mit echten Quantencomputern sammeln können“, sagt Toshiya Kohno, President und CEO der TOYO Corporation.

TOYO will mit den beiden Systemen unterschiedliche Entwicklungsstufen abdecken – von der Ausbildung über die Technologievalidierung und Entwicklung konkreter Anwendungsfälle bis hin zu fortgeschrittener Forschung. Damit soll der Zugang zu Quantencomputing in Japan verbreitert werden.

Die Investition steht zugleich im Zusammenhang mit Japans Ausbau seines Quantenökosystems. Laut der Mitteilung verfolgt das Land das Ziel, bis 2030 rund zehn Millionen Nutzer von Quantentechnologien zu erreichen und einen durch Quantentechnologien erzeugten wirtschaftlichen Wert von 50 Billionen Yen zu schaffen.

Für IQM bedeutet die Bestellung eine weitere Expansion im asiatisch-pazifischen Raum. Das Unternehmen hat bereits Systeme in Südkorea und Taiwan ausgeliefert. Im August lag der Auftragsbestand nach Unternehmensangaben bei mehr als 102 Millionen Euro; zu diesem Zeitpunkt waren weltweit 26 Full-Stack-Systeme verkauft und 17 ausgeliefert.


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