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Markt |

Arm wird erster kommerzieller IP-Partner von EuroCDP

Der britische Chiparchitektur-Spezialist Arm beteiligt sich als erster kommerzieller IP-Partner an der European Chips Design Platform EuroCDP. Das geht aus einem Beitrag des Unternehmens vom 21. September hervor. Über die Plattform sollen europäische Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungsteams Zugang zu Arm-IP und Entwicklungsressourcen erhalten. Der Schulterschluss soll Chipprojekte von der Architekturplanung bis zum Tape-out voranbringen.

Chip-IP und Entwicklungswerkzeuge für europäische Teams

Arm und das Chips Joint Undertaking haben dafür ein strategisches Rahmenabkommen geschlossen. EuroCDP-Teilnehmer können über Arm Flexible Access auf Arm-IP, Entwicklungswerkzeuge, Schulungen und technische Ressourcen zugreifen. Kommerzielle Rahmenbedingungen begleiten die Projekte von ersten Architekturentscheidungen bis zum Tape-out. Design Enablement Teams der EuroCDP sollen Unternehmen bei der Entwicklung von System-on-Chip-Designs technisch begleiten. Viele dieser Teams sind nach Angaben von Arm als Arm Approved Design Partners qualifiziert und verfügen über Erfahrung mit der Entwicklung und Validierung von Arm-SoCs.

Olivier Thomas, stellvertretender Leiter der Abteilung für integrierte Schaltungen und Systeme beim französischen Forschungsinstitut CEA, erklärte: „Europa mangelt es weder an Halbleitertalenten noch an ambitionierten Ideen. Unsere Fabless-Start-ups benötigen Technologie, ein starkes Ökosystem und fachliche Unterstützung, damit aus diesen Innovationen Produkte entstehen, die weltweit bestehen können. Arm bringt industriell erprobte Rechentechnologie, umfassende technische Unterstützung und ein globales Software-Ökosystem mit. Das kann Teams helfen, die Entwicklung zu beschleunigen, die eigenen Produkte gezielt zu differenzieren und die Zeit bis zur Markteinführung zu verkürzen.“

Niedrigere Hürden für eigene Chipdesigns

Mehr Flexibilität bei frühen Architekturentscheidungen soll europäischen Entwicklungsteams helfen, Chipprojekte mit geringerem Risiko voranzutreiben. Über Arm Flexible Access können sie verschiedene Technologie- und IP-Optionen prüfen, ehe sie sich auf ein finales Design festlegen. Nach Angaben von Arm sollen dadurch Entwicklungsrisiken sinken und mehr eigene Engineering-Ressourcen für die Produktentwicklung verfügbar bleiben. Qualifizierte junge Halbleiterunternehmen können Arm Flexible Access for Startups ohne jährliche Zugangsgebühr nutzen. Für nichtkommerzielle Forschung und Lehre steht Arm Academic Access kostenfrei zur Verfügung.

Das Zugangsmodell ist bereits im Einsatz: Im Juni 2026 hatte Arm Flexible Access weltweit über 300 aktive Mitglieder, die zusammen bereits mehr als 400 Tape-outs abgeschlossen hatten. EuroCDP gehört zu den Initiativen des European Chips Act und erhält Mittel über das Chips Joint Undertaking.


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