Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
pexels-silicon-wafer
© Pexels
Komponenten |

SEMI Europe beteiligt sich an ReSiLient für neue Silizium- und SiC-Rohstoffwege

Der Halbleiterbranchenverband SEMI Europe schließt sich dem 9,57 Millionen Euro schweren ReSiLient-Projekt für neue europäische Silizium- und Siliziumkarbid-Rohstoffquellen an. Das geht aus einer Mitteilung des Verbands vom 14. September hervor. Das Konsortium will heimische Mineralquellen und industrielle Reststoffe prüfen und daraus neue Produktionswege für Halbleiterrohstoffe entwickeln. Ziel ist eine widerstandsfähigere europäische Versorgung mit Silizium und SiC.

Neue Rohstoffwege bis zur Halbleiterqualifikation

Mit seinem Beitritt beteiligt sich SEMI Europe an dem von der EU über Horizon Europe kofinanzierten ReSiLient-Projekt, das neue europäische Rohstoffquellen für die Halbleiterfertigung erproben will. Die Projektpartner untersuchen dafür Mineralien wie Olivin und Aplit, sowie siliziumreiche industrielle Nebenprodukte und Abfallströme. Daraus sollen im Pilotmaßstab metallurgisches Silizium und hochreines Siliziumkarbid entstehen.

Für die Aufbereitung kombinieren die Partner mehrere Verfahren, darunter hydrometallurgische Laugung, Agglomeration, Wasserstoffplasma-Raffination und carbothermische Umwandlung. Für die Prüfung ihrer Eignung für die Halbleiterfertigung testen die Beteiligten die erzeugten Materialien unter anderem in der Czochralski-Kristallzucht und bei der Herstellung von SiC-Boules. Für die Halbleiterqualifikation vergleichen STMicroelectronics Silicon Carbide und Infineon Technologies Reinheit und Leistungsfähigkeit der Projektmaterialien mit kommerziellen Ausgangsmaterialien.

Mehr Versorgungssicherheit bei Silizium und SiC

Europa ist bei Silizium- und Siliziumkarbid-Rohstoffen stark auf Importe angewiesen. ReSiLient will deshalb heimische Primärquellen und industrielle Reststoffe für neue Versorgungswege erschließen. Das Konsortium vergleicht beide Produktionsketten mit konventionellen Verfahren und bewertet dabei Kosten, CO₂-Fußabdruck und Versorgungssicherheit. Die Ergebnisse sollen Wege für eine spätere kommerzielle Nutzung und industrielle Skalierung aufzeigen.

Laith Altimime, Präsident von SEMI Europe, erklärte: „Der sichere Zugang Europas zu Silizium und Siliziumkarbid ist längst keine reine Materialfrage mehr, sondern eine strategische industrielle Notwendigkeit. ReSiLient nimmt kritische Rohstoffengpässe am Anfang der europäischen Wertschöpfungsketten für Halbleiter und Leistungshalbleiter ins Visier. SEMI Europe will dafür sorgen, dass die Ergebnisse die Industrieakteure erreichen, die sie in die Praxis überführen können.“

Das über Horizon Europe kofinanzierte ReSiLient-Projekt bringt für 48 Monate 18 Partner aus neun europäischen Ländern zusammen. Zum deutschen Teilnehmerkreis gehören unter anderem Infineon Technologies, Infineon Technologies Dresden, Wacker Chemie, das Bifa Umweltinstitut, LuxChemTech und UVR-FIA. SEMI Europe übernimmt dabei eine Schnittstellenrolle zur Industrie: Der Verband koordiniert die Kommunikation, arbeitet an Standards und will Fachakteure aus mindestens zehn europäischen Mitgliedstaaten in den Austausch über die Projektergebnisse einbeziehen.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.09.08 19:25 V31.14.2-1
Anzeige
Anzeige