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Markt |

Elektroindustrie: Geschäftsklima steigt auf 16 Punkte

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Elektroindustrie ist im August von 10,0 auf 16,0 Punkte gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2023. Das geht aus einer Pressemitteilung des ifo Instituts vom 8. September hervor. Das Auslandsgeschäft stützt nach Angaben des Instituts die Zuversicht der Unternehmen besonders stark. Die Betriebe rechnen demnach mit mehr Produktion und stellen sich auf zusätzliche Einstellungen ein. Materialengpässe stellen für die Branche weiterhin ein Problem dar.

Exportaussichten bei plus 24,7 Punkten

Besonders deutlich zeigt sich die bessere Stimmung im Auslandsgeschäft. Die Exporterwartungen der Elektroindustrie sprangen laut ifo von minus 7,6 auf plus 24,7 Punkte. Die Auswertung umfasst die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (WZ C26). Auch die Auftragslage entwickelt sich dem Institut zufolge sehr gut, und die Zahl der Neuaufträge steigt fortlaufend. Viele Unternehmen wollen ihre Produktion deshalb ausweiten und zusätzliches Personal einstellen. Im verarbeitenden Gewerbe insgesamt planen die Firmen dagegen weiterhin einen Stellenabbau.

Auch bei der Nachfrage meldet das ifo-Institut eine weitere Belebung. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich im Juli auf 81,2 Prozent, nachdem sie im April noch bei 79,7 Prozent gelegen hatte. Trotz der besseren Geschäftsaussichten bleibt die Versorgung mit Vorprodukten angespannt: Rund ein Drittel der Unternehmen berichtete von Materialmangel. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten die Betriebe etwas zurückhaltender als im Vormonat, insgesamt aber weiterhin klar positiv.

Rechenzentren und KI als langfristige Nachfragetreiber

Bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen hat sich das Geschäftsklima im August ebenfalls deutlich verbessert. Der ifo-Wert stieg von 5,6 auf 13,7 Punkte. Nach Einschätzung des Instituts schlagen sich Investitionen in Digitalisierung und Rechenzentren direkt in den Auftragsbüchern nieder. Weitere Impulse kommen durch Investitionen der Kundenbranchen in künstliche Intelligenz und Automatisierung.

Klaus Wohlrabe, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen und Leiter Befragungen am ifo Institut, sagte: „Hinter der Entwicklung steht vor allem die Digitalisierung. Der Ausbau von Rechenzentren, die Investitionen in Künstliche Intelligenz und die Automatisierung in den Kundenbranchen schlagen direkt auf die Auftragsbücher durch. Das ist kein kurzzeitiges Strohfeuer, sondern das Ergebnis langfristiger Investitionen, das die Branche noch eine Weile stützen dürfte.“


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