Infineon und Skeleton entwickeln Stromversorgung für KI-Rechenzentren
Infineon und Skeleton Technologies wollen gemeinsam neue Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Solid-State-Transformatoren und Hochleistungs-Sidecars, die eine effizientere Energieumwandlung und höhere Ausfallsicherheit ermöglichen sollen.
Infineon und Skeleton Technologies haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei hocheffizienten und widerstandsfähigen Stromversorgungslösungen für moderne Rechenzentren unterzeichnet. Das teilte Infineon in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund sind der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur, der steigende Energiebedarf und die zunehmenden Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Rechenzentren.
Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Solid-State-Transformatoren (SSTs) und sogenannte High-Power-Sidecars. Beide Technologien sollen dazu beitragen, Strom effizienter vom Netz bis zu den Recheneinheiten zu übertragen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der gesamten Stromversorgungsarchitektur zu erhöhen.
„KI verändert die Anforderungen an die Strominfrastruktur grundlegend. Die steigende Leistungsdichte moderner Rechenzentren erfordert neue Ansätze für Energieumwandlung, -verteilung und -speicherung“, sagt Andreas Weisl, Executive Vice President und Chief Sales Officer Industrial and Infrastructure bei Infineon.
Im Rahmen der Vereinbarung wollen die Unternehmen gemeinsam neue Architekturen für die gesamte Stromversorgungskette von KI-Rechenzentren – vom Netz bis zum Rechenkern – untersuchen und entwickeln. Dazu gehören SSTs der nächsten Generation, die Mittelspannungs-Wechselstrom in Hochspannungs-Gleichstrom umwandeln.
Dabei sollen Infineons CoolSiC-Leistungshalbleiter für hohe Spannungen mit Skeletons Kompetenzen bei Leistungsumwandlungssystemen und Superkondensatoren kombiniert werden. Ziel ist es, die Energieeffizienz und Leistungsdichte der Systeme zu erhöhen.
Ein weiterer Schwerpunkt sind GaN-basierte Peak-Shaving-Systeme. Diese kombinieren die Superkondensator-Technologie von Skeleton mit Infineons CoolGaN-Leistungshalbleitern. Die Systeme sollen kurzfristige Leistungsspitzen abfangen und damit die Stromversorgung besonders leistungsintensiver KI-Infrastruktur unterstützen.
„Die Leistungsdichte entwickelt sich weltweit zu einem der entscheidenden Engpässe für KI-Infrastruktur“, sagt Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies. „KI-Rechenzentren müssen deutlich mehr Leistung für immer dichter gepackte GPU-Infrastruktur bereitstellen, ohne dass das Stromversorgungssystem selbst mehr Platz beansprucht.“
Durch die Kombination ihrer Technologien wollen Infineon und Skeleton Verbesserungen bei Energieeffizienz, Leistungsdichte und Systemzuverlässigkeit erreichen. Gleichzeitig sollen die Gesamtbetriebskosten für Betreiber von Rechenzentren reduziert werden.





