Voltatron übernimmt Kurz Elektronik und hebt Umsatzprognose an
Der Fürther Elektronikspezialist Voltatron übernimmt Kurz Elektronik vollständig von der Prettl Group. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 27. August hervor. Mit der Akquisition will Voltatron seine Entwicklungsressourcen in Deutschland und seine Fertigungskapazitäten in Litauen ausbauen. Durch die Übernahme rechnet Voltatron mit 54 bis 57 Millionen Euro Umsatz für das Jahr 2026.
Entwicklungsressourcen und Serienfertigung in Europa
Mit Kurz Elektronik übernimmt Voltatron Entwicklungsressourcen am Standort Althengstett in Baden-Württemberg sowie zusätzliche Kapazitäten für die Mittel- und Großserienfertigung in Litauen. Das dortige Werk verfügt über mehrere SMT- sowie THT/DIP-Fertigungslinien. Voltatron holt sich mit der Akquisition zudem Kompetenzen in Kabelkonfektion, Kunststoffspritzguss und Werkzeugbau ins eigene Leistungsangebot.
Auch das technische Portfolio wächst durch den Zukauf. Voltatron erhält Zugang zu Produkt- und Technologielösungen für Sensorik, Motorsteuerungen, Batteriemanagement, Benutzeroberflächen und IoT-Anwendungen.
Mehr Fertigungstiefe für breitere Kundenanforderungen
Mit den Fertigungskapazitäten in Litauen will das Unternehmen seine europäische Serienproduktion ausbauen und künftig größere Teile der Entwicklung und Fertigung selbst abdecken. Nach Unternehmensangaben fragen Kunden Kabelkonfektion und Kunststoffspritzguss zunehmend als Teil eines breiteren Entwicklungs- und Fertigungsangebots nach. Der Zukauf soll Voltatron neue Kundenbeziehungen und weitere industrielle Endmärkte erschließen.
Christian Eibach, CSO der Voltatron AG, sagte: „Mit der Integration erweitern wir unser Portfolio um strategisch wichtige Fertigungs- und Verfahrenstechnologien, insbesondere in der Kabelkonfektion und im Kunststoffspritzguss. Diese werden von vielen Kunden zunehmend als integrale Bestandteile eines ganzheitlichen Entwicklungs- und Fertigungsangebots nachgefragt.“
50 Prozent der Anteile übernimmt das Unternehmen gegen eine Geldleistung, die übrige Hälfte bringt Prettl gegen 468.259 neue Voltatron-Aktien ein. Damit steigt die Prettl Beteiligungs Holding als Aktionärin bei Voltatron ein. Für die Transaktion soll das Grundkapital von rund 23,02 auf 23,48 Millionen Euro erhöht werden.
Die Übernahme schlägt sich auch in der Prognose für das laufende Geschäftsjahr nieder. Unter der Annahme einer Erstkonsolidierung zum 1. September erwartet Voltatron 2026 nun 54 bis 57 Millionen Euro Umsatz statt bisher 47 bis 51 Millionen Euro. Die operative Rohertragsmarge soll nach Unternehmensangaben von 37 bis 44 Prozent auf 41 bis 47 Prozent steigen. Die EBITDA-Marge bleibt mit 7 bis 10 Prozent unverändert. Geplante Investitionen in ERP-System, Maschinen und Automatisierung sowie Integrations- und Restrukturierungskosten sollen das Ergebnis zunächst belasten. Voltatron senkt deshalb die Prognose für die EBT-Marge von minus 2 Prozent auf minus 4 bis minus 3 Prozent.
50 Prozent der Anteile übernimmt das Unternehmen gegen eine Geldleistung, die übrige Hälfte bringt Prettl gegen 468.259 neue Voltatron-Aktien ein. Damit steigt die Prettl Beteiligungs Holding als Aktionärin bei Voltatron ein. Für die Transaktion soll das Grundkapital von rund 23,02 auf 23,48 Millionen Euro erhöht werden.





