Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
honda-3
© Facebook Honda
Markt |

Honda stellt neues Nordamerika-Werk bei unsicherem Handelsabkommen infrage

Honda benötigt aufgrund nahezu ausgelasteter Produktionskapazitäten ein weiteres Werk in Nordamerika. Ob die geplante Fabrik tatsächlich gebaut wird, hängt nach Angaben des japanischen Autobauers jedoch von der Zukunft des Freihandelsabkommens USMCA zwischen den USA, Kanada und Mexiko ab.

Der japanische Automobilhersteller Honda könnte auf den Bau eines achten Montagewerks in Nordamerika verzichten, sollte das Handelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko nicht verlängert werden. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Honda Executive Vice President Noriya Kaihara.

Honda nähert sich nach Angaben Kaiharas der vollständigen Auslastung seiner Produktionskapazitäten in Nordamerika und benötigt deshalb grundsätzlich ein zusätzliches Werk. Eine Entscheidung über das Projekt soll innerhalb der kommenden ein bis zwei Jahre fallen. Ziel wäre es, die neue Fabrik etwa 2030 in Betrieb zu nehmen.

Die Zukunft des United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die US-Regierung verhandelt derzeit mit Kanada und Mexiko über die Zukunft des Freihandelsabkommens. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte Honda seine Investitionspläne ändern, sagte Kaihara laut Reuters.

Die zunehmenden handelspolitischen Spannungen belasten bereits die Automobilindustrie. Honda gibt die zusätzlichen Kosten durch Zölle derzeit nach eigenen Angaben nicht an seine Kunden in Nordamerika weiter.

Gleichzeitig verzeichnet Honda eine steigende Nachfrage nach Hybridfahrzeugen und anderen kraftstoffeffizienten Modellen. Im Juli erzielte der Hersteller sein bestes Verkaufsergebnis seit sieben Jahren, wobei die Fahrzeugverkäufe um 36% stiegen.

Parallel dazu hat Honda seine Elektrofahrzeugstrategie angepasst. Im Mai strich das Unternehmen sein langfristiges Ziel, wonach Elektrofahrzeuge bis 2030 ein Fünftel seiner Neuwagenverkäufe ausmachen sollten. Stattdessen plant der Hersteller, bis 2030 15 neue Hybridmodelle auf den Markt zu bringen.

Zudem hat Honda sein geplantes 11 Milliarden US-Dollar schweres Elektrofahrzeug- und Batterieprojekt in Kanada auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und drei für den US-Markt geplante Elektrofahrzeuge gestrichen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, die Produktion eines für die USA bestimmten Civic-Hybridmodells von Japan nach Indiana zu verlagern.


Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.08.28 06:37 V31.12.15-1
Anzeige
Anzeige