Volkswagen-Umbau könnte bis zu 140.000 Arbeitsplätze gefährden
Volkswagen-Chef Oliver Blume stellt sich im August bei außerordentlichen Betriebsversammlungen den Fragen der Beschäftigten. Nach Angaben des Betriebsrats könnten durch den geplanten Konzernumbau und mögliche Werksschließungen langfristig bis zu 140.000 Arbeitsplätze betroffen sein.
Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen steht vor weiteren tiefgreifenden Einschnitten. Der Betriebsrat hat für August außerordentliche Betriebsversammlungen angesetzt, bei denen Vorstandschef Oliver Blume den Beschäftigten Fragen zu den geplanten Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen beantworten soll, berichtet Reuters.
Blume nimmt demnach am 25. August an einer Versammlung am Konzernsitz in Wolfsburg teil. Einen Tag später sind weitere Treffen mit Beschäftigten in den Werken Emden und Zwickau vorgesehen. Beide Standorte gehören laut Reuters zu vier Werken, denen in den kommenden Jahren eine Schließung drohen könnte, falls keine alternativen Lösungen gefunden werden.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere die möglichen Auswirkungen des Konzernumbaus auf die Beschäftigung. Volkswagen könnte zusätzlich zu den bereits laufenden Kürzungen von rund 50.000 Stellen weitere 50.000 Arbeitsplätze abbauen, um seine Kostenstruktur wettbewerbsfähiger zu gestalten, hatte Blume erklärt.
Darüber hinaus könnten mögliche Werksschließungen nach 2030 nach Einschätzung des Betriebsrats weitere 40.000 Arbeitsplätze gefährden. Insgesamt könnten damit langfristig bis zu 140.000 Stellen von den verschiedenen Maßnahmen betroffen sein.
Ein Volkswagen-Sprecher betonte gegenüber Reuters allerdings, dass es derzeit keine entsprechenden Vereinbarungen gebe, und wollte sich deshalb nicht zu der vom Betriebsrat genannten Zahl äußern.
Der Konzern steht unter erheblichem Druck, seine Kosten zu reduzieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die außerordentlichen Betriebsversammlungen sollen den Beschäftigten nun die Möglichkeit geben, die geplanten Maßnahmen direkt mit der Unternehmensführung zu diskutieren.



