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Markt |

SES und Elveo planen Multi-Orbit-Lösung für Direct-to-Device-Dienste

Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES baut sein Direct-to-Device-Geschäft gemeinsam mit dem neu entstandenen Satellitenkommunikationsanbieter Elveo Mobile aus. Das geht aus einer Mitteilung von SES vom 17. August hervor. Die Partner wollen Elveos Netz aus Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn mit den Satellitennetzen von SES in mittleren und geostationären Orbits verknüpfen. So sollen Mobilfunkverbindungen direkt zu Smartphones, Geräten und Maschinen möglich werden.

LEO, MEO und GEO für direkte Mobilfunkverbindungen

Für die geplanten Direct-to-Device-Dienste stellt SES seine weltweite Satelliten- und Bodeninfrastruktur zur Verfügung und unterstützt Elveo bei Entwicklung, Betrieb sowie regulatorischen Fragen. Gemeinsam wollen die Partner an Frequenzinitiativen arbeiten, die einen globalen Einsatz der Dienste ermöglichen. SES-Kunden aus Telekommunikation, Unternehmen und Behörden sollen dadurch künftig Elveos Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn zusammen mit den eigenen Kapazitäten in mittleren und geostationären Orbits nutzen können. 

Elveo nutzt dafür Frequenzrechte in mehreren Bändern und patentierte Multi-Band-Satellitentechnik. Rechen- und Netzwerkfunktionen an Bord der Satelliten sollen Daten direkt im Orbit verarbeiten und Anpassungen während des Betriebs ermöglichen. Das Netz soll für 5G und kommende Mobilfunkgenerationen sowie für Non-Terrestrial Networks ausgelegt werden und Sprach- und Datendienste sowie Anwendungen in Automotive, IoT und im Behördenbereich ermöglichen.

Neuer D2D-Anbieter startet mit breiter Marktpräsenz

Seit Abschluss ihrer Fusion am 14. August führen Lynk Global und Omnispace ihre bisherigen Direct-to-Device-Aktivitäten unter dem Namen Elveo Mobile fort. Für den Marktzugang kann das neue Unternehmen bereits auf kommerzielle Vereinbarungen mit mehr als 50 Mobilfunknetzbetreibern zurückgreifen. Große Vertriebspartner sind nach Unternehmensangaben in mehr als 60 Ländern aktiv.

Die geplanten Satellitendienste sollen mit rund acht Milliarden bereits vorhandenen Mobiltelefonen und anderen Geräten funktionieren und Mobilfunkanbietern helfen, Versorgungslücken ihrer terrestrischen Netze zu schließen. Hauptsitz und Technologiezentrum von Elveo sollen im Großraum Washington angesiedelt werden. SES war bereits vor dem Zusammenschluss als Investor engagiert und baut dieses Engagement mit der neuen Vereinbarung weiter aus.


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