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© Samsung Foundry
Markt |

Samsung erhöht Preise für Auftragsfertigung um bis zu 15 Prozent

Der südkoreanische Speicher- und Chipkonzern Samsung Electronics erhöht die Preise für die Auftragsfertigung moderner Chips um bis zu 15 Prozent. Das berichtete Reuters am 19. August unter Berufung auf zwei mit den Vorgängen vertraute Personen. Grund ist die hohe Nachfrage nach KI-Chips, die weltweit Fertigungskapazitäten knapp werden lässt. Der Markt wird bislang klar vom taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC dominiert.

Chinesische und US-Kunden mit den höchsten Aufschlägen

Bereits im Juli hatte Samsung laut den Quellen die Preise für Chips aus seinem 4-Nanometer-Verfahren SF4 angehoben. Abnehmer in China und den USA zahlen seither 10 bis 15 Prozent mehr, Kunden in Taiwan kommen mit 5 bis 10 Prozent etwas günstiger davon. Auch Wafer aus dem 5-Nanometer-Prozess SF5 wurden um 10 bis 15 Prozent teurer, beim älteren 8-Nanometer-Verfahren liegt der Aufschlag bei knapp 10 Prozent. Besonders stark sei die Nachfrage aus China, doch Samsung könne längst nicht alle Bestellungen bedienen, da ein Teil der Kapazität für US-Kunden und die eigene Chipproduktion reserviert bleibe. Dass gerade chinesische Abnehmer die höchsten Aufschläge zahlen, zeigt laut den Quellen, wie sehr US-Exportbeschränkungen chinesische Unternehmen in die Abhängigkeit von ausländischen Foundries treiben. Samsung wollte sich dazu nicht äußern.

Wachsender Verhandlungsspielraum gegenüber TSMC

Mit rund 7 Prozent Anteil am weltweiten Foundry-Umsatz im ersten Quartal 2026 liegt Samsung laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint weit hinter TSMC mit über 70 Prozent. Doch weil TSMCs Kapazitäten am oberen Technologierand durch die KI-Nachfrage bereits ausgeschöpft sind, verschafft das Samsung neuen Preisspielraum. Die SF4-Linie in Pyeongtaek laufe demnach seit Ende vergangenen Jahres an der Kapazitätsgrenze und beliefert unter anderem Qualcomm sowie Samsungs eigene HBM-Speicherproduktion. Tesla, Apple, Broadcom und Nvidia haben zuletzt Fertigungsvereinbarungen mit dem Konzern geschlossen, auch mit Google werde derzeit verhandelt.


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