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Markt |

Aston Martin hält trotz höherem Quartalsverlust an Jahresprognose fest

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin hat im zweiten Quartal einen höheren Verlust als erwartet verbucht, hält jedoch unverändert an seiner Jahresprognose fest. Darüber berichtete Reuters am 29. Juli. Hoffnung auf eine Trendwende setzt das Unternehmen in den Valhalla sowie in weitere Kostensenkungen und neue Finanzmittel. Zugleich bremsen US-Zölle und das schwache China-Geschäft die Entwicklung.

Valhalla soll Absatz im Schlussquartal stützen

Aston Martin verringerte seinen bereinigten operativen Verlust im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 57 auf 52 Millionen Pfund. Nach Angaben von Reuters fiel der Fehlbetrag damit höher aus als von Analysten erwartet. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von 45 Millionen Pfund gerechnet.

Für das Gesamtjahr rechnet Aston Martin weiterhin mit einem Absatz auf dem Niveau von 2025 und einer Annäherung der bereinigten operativen Marge an die Gewinnschwelle. Das stärkste Absatzquartal erwartet das Unternehmen zum Jahresende. Neben der Nachfrage aus den USA setzt der Hersteller dabei auf den Valhalla. Von dem Plug-in-Hybrid-Supersportwagen verkaufte Aston Martin im ersten Halbjahr 220 Exemplare. Anzeichen für eine Preisschwäche sieht das Unternehmen bislang nicht.

Adrian Hallmark, Vorstandsvorsitzender von Aston Martin, erklärte: „Wir sind auf Kurs, in diesem Jahr gegenüber 2025 eine deutliche finanzielle Verbesserung zu erzielen.“ 

Für die zweite Jahreshälfte stellte er eine stärkere Geschäftsentwicklung in Aussicht.

Neue Finanzmittel sollen Spielraum schaffen

Zur Stabilisierung seiner Finanzlage bleibt Aston Martin auf Einsparungen und zusätzliches Kapital angewiesen. Wie Reuters berichtet, beschaffte sich der Hersteller zuletzt 550 Millionen Pfund. Großaktionär und Executive Chairman Lawrence Stroll hat dem Unternehmen seit der Übernahme der Kontrolle im Jahr 2020 außerdem mehr als 600 Millionen Pfund zugeführt.

Zusätzliche Unsicherheit bringt der Konflikt im Nahen Osten, dessen Folgen nach Einschätzung des Unternehmens die gesamte Automobilbranche belasten. Die Region ist für Hersteller individuell ausgestatteter Luxusfahrzeuge ein wichtiger Markt. Aston Martin erklärte allerdings, bislang nur begrenzte direkte Auswirkungen zu spüren. Ob die Erholung Bestand hat, hängt davon ab, ob Aston Martin seine Verluste weiter senken und den erwarteten Absatzanstieg zum Jahresende erreichen kann.


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