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© Infineon
Komponenten |

Infineon und LS ELECTRIC wollen gemeinsam DC-Systeme für KI-Rechenzentren voranbringen

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon und der südkoreanische Energie- und Automatisierungstechnikkonzern LS ELECTRIC wollen gemeinsam Gleichstromlösungen für KI-Rechenzentren und künftige Stromnetze entwickeln. Das teilte Infineon am 13. Juli mit. Die Unternehmen reagieren damit auf den stark wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren. Gleichstromarchitekturen sollen die Stromverteilung effizienter machen und hohe Leistungsdichten zuverlässiger bewältigen.

Halbleitertechnik für leistungsstarke DC-Systeme

Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen die Unternehmen neue Stromwandlungs- und Schutzlösungen für leistungsfähige Gleichstrominfrastrukturen auf den Weg bringen. Zu diesem Zweck haben die beiden Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Kooperation umfasst Stromwandlungslösungen für Energiespeichersysteme sowie Solid-State-Transformer und Solid-State-Circuit-Breaker. Aufseiten von Infineon sollen dafür Leistungshalbleiter, Mikrocontroller und Lösungen zur Energiesteuerung zum Einsatz kommen, während LS ELECTRIC die Integration und Umsetzung auf Systemebene vorantreiben soll. Für die gemeinsame Entwicklungsarbeit wollen beide Unternehmen zudem ihre Technologie-Roadmaps aufeinander abstimmen.

Kil Young Ahn, Vice President und Leiter der Bereiche Produktion sowie Research & Business Development bei LS ELECTRIC, erklärte: „Die Bedeutung hocheffizienter DC-Technologien wächst mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren und Stromnetzen stärker denn je. Infineon verfügt über weltweit führende Leistungshalbleitertechnologien. Durch die Zusammenarbeit werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit bei zentralen Gleichstrom-Energieinfrastrukturlösungen stärken und uns zu einem Komplettlösungsanbieter entwickeln, der den globalen Markt für KI-Rechenzentren und zukünftige Energiesysteme anführt.“

Steigender Energiebedarf in Rechenzentren und Stromnetzen

Mit den geplanten DC-Lösungen reagieren die Unternehmen auf den steigenden Energiebedarf digitaler Infrastrukturen und den Umbau der Stromnetze zu komplexeren, dezentralen Systemen. Sie sollen die Strom- und Spannungsumwandlung effizienter machen sowie Stabilität, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit künftiger Energieinfrastrukturen erhöhen. Das gilt insbesondere für KI-Rechenzentren, in denen wachsende Rechenkapazitäten mit hohen Leistungsdichten einhergehen. Solid-State-Transformer können laut Mitteilung bis zu 30 Prozent kleiner und leichter ausfallen als herkömmliche Modelle auf Kupfer- und Eisenbasis. Solid-State-Circuit-Breaker erkennen Kurzschlüsse und Überlastungen mithilfe von Halbleitern und intelligenten Algorithmen und schalten den Stromfluss innerhalb von Mikrosekunden ab.

Andreas Weisl, Executive Vice President und Chief Sales Officer Industrial & Infrastructure bei Infineon, sagte: „Der steigende Strombedarf, insbesondere durch KI-Rechenzentren, verändert die Art und Weise, wie Energie erzeugt, verteilt und genutzt wird. Hocheffiziente DC-Architekturen werden eine Schlüsselrolle spielen, um den wachsenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Gesamtleistung und Nachhaltigkeit von Stromverteilungslösungen zu verbessern. Durch die Kombination der Halbleiterkompetenz von Infineon mit der Stärke von LS ELECTRIC in der Systemintegration sind wir sehr gut aufgestellt, um die Entwicklung und den Einsatz der DC-Energieinfrastruktur der nächsten Generation zu beschleunigen.“


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