Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
defence-imagery-weapon
© Pixabay
Markt |

Rheinmetall und Lockheed Martin wollen ATACMS-Co-Produktion nach Deutschland holen

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall und der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin wollen ATACMS-Lenkflugkörper künftig gemeinsam in Deutschland produzieren. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Unternehmen vom 7. Juli hervor. Die Partner wollen dafür ein Joint Venture gründen, das mit Unterstützung der Regierungen der USA und Deutschlands ein europäisches Kompetenzzentrum für Herstellung, Integration und Bereitstellung von ATACMS schaffen soll. Die taktischen Lenkflugkörper sollen NATO- und verbündeten europäischen Streitkräften zur Verfügung stehen.

Unterlüß als Standort für europäische ATACMS-Fertigung

Die Unternehmen wollen die ATACMS-Lenkflugkörper am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen produzieren. Rheinmetall soll die Fertigung dort aufbauen und betreiben. Der Standort ist bereits auf Waffensysteme, Munition und Erprobung ausgerichtet. In Unterlüß arbeiten rund 4.000 Menschen. Rheinmetall hat den Standort zuletzt weiter ausgebaut: Im vergangenen Jahr ging dort das „Werk Niedersachsen“ für Artilleriemunition in Betrieb. Eine Fabrik für Raketenmotoren steht kurz vor der Fertigstellung; ab 2027 sollen in Unterlüß Raketenmotoren und Komponenten für Lenkflugkörper produziert werden.

Für die Zusammenarbeit haben Rheinmetall und Lockheed Martin beim NATO Summit Defense Industry Forum in Ankara eine Absichtserklärung unterzeichnet. Daraus soll ein Joint Venture für die ATACMS-Co-Produktion in Europa entstehen. Die bisherige ATACMS-Linie von Lockheed Martin in Camden im US-Bundesstaat Arkansas bleibt nach Unternehmensangaben in Betrieb, bis der Aufbau der europäischen Fertigung abgeschlossen ist.

Europäische ATACMS-Produktion soll NATO-Kapazitäten stärken

Mit der geplanten Fertigung in Deutschland wollen Rheinmetall und Lockheed Martin zusätzliche Munitionskapazitäten in Europa schaffen. NATO- und verbündete europäische Streitkräfte sollen dadurch mit ATACMS aus europäischer Produktion versorgt werden.

Dennis Goege, Chief Executive Europe bei Lockheed Martin, sagte: „Der Aufbau einer ATACMS-Co-Produktion in Deutschland ist ein starkes Signal für die europäische Verteidigungsindustrie und die Resilienz der NATO. Die Partnerschaft verbindet bewährte US-Technologie mit europäischer Produktionsstärke, schafft industrielle Wertschöpfung in Deutschland und erweitert die Kapazitäten, die Verbündete angesichts wachsender Sicherheitsanforderungen benötigen.“

Armin Papperger, CEO der Rheinmetall AG, sagte: „Mit dem Aufbau der ATACMS-Produktion am Rheinmetall-Standort Unterlüß schaffen wir neue Fähigkeiten für Deutschland und Europa, sichern die Versorgung unserer Kunden und stärken unsere verteidigungspolitische Autonomie.“

 


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.06.11 09:39 V31.10.3-1
Anzeige
Anzeige