Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online_Shopping_Smartphone
© Pexels
Markt |

618-Shopping-Festival in China: Smartphone-Verkäufe sinken um 13 Prozent

Während der alljährlichen 618-Rabattaktion in China sind vom 26. Mai bis 21. Juni 13 Prozent weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Reuters-Meldung vom 7. Juli hervor, die sich auf Daten des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research stützt. Als Grund nennt die Analyse gestiegene Speicherchip-Preise: Sie erhöhten die Gerätekosten und begrenzten die Rabatte, mit denen Hersteller die Nachfrage sonst stärker ankurbeln.

Huawei wächst, Apple erreicht Platz zwei

Die 618-Aktion brachte dem Smartphone-Markt im Juni laut Counterpoint zwar eine Erholung gegenüber dem Vormonat, im Jahresvergleich blieb das Geschäft aber deutlich schwächer. Unter den großen chinesischen Marken kam nur Huawei auf ein Plus. Das Unternehmen erreichte einen Marktanteil von 21 Prozent und steigerte seine Verkäufe um 19 Prozent.

Honor und Xiaomi verzeichneten dagegen deutliche Rückgänge. Honor lag 33 Prozent unter dem Vorjahreswert, Xiaomi 24 Prozent. Apple verkaufte 9 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr, belegte aber nach Kaufanreizen rund einen Monat vor dem 18. Juni den zweiten Platz. Bei der iPhone-17-Pro-Serie waren Ersparnisse von bis zu 2.000 Yuan möglich, umgerechnet 295 US-Dollar. Die Apple-Verkäufe blieben dennoch unter dem Vorjahresniveau, weil die Rabatte des Unternehmens in diesem Jahr geringer ausfielen.

Speicherchip-Preise lassen weniger Raum für Rabatte

Das 618-Festival geht auf den Gründungstag von JD.com am 18. Juni 1998 zurück und hat sich von einer eintägigen Aktion zu einer mehrwöchigen Verkaufsphase im chinesischen Onlinehandel entwickelt. Die großen Rabattaktionen im chinesischen Onlinehandel haben laut Reuters an Zugkraft verloren. Viele Kampagnen laufen inzwischen über mehrere Wochen, wodurch einzelne Stichtage weniger Gewicht haben. Zugleich bleiben Verbraucher bei größeren Anschaffungen wie Smartphones zurückhaltend.

Die Rabattpolitik der Smartphone-Hersteller wurde in diesem Jahr stark von den gestiegenen Speicherchip-Preisen bestimmt. Der schnelle Ausbau von KI-Infrastruktur hat laut Reuters die Nachfrage nach Speicherkomponenten erhöht und die globalen Preise steigen lassen. Für Smartphone-Anbieter verteuerten sich damit wichtige Bauteile, was größere Preisnachlässe in der diesjährigen 618-Aktion erschwerte.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Counterpoint mit einer saisonalen Abschwächung nach der Juni-Erholung. Die Smartphone-Auslieferungen in China dürften dem Marktforschungsunternehmen zufolge im Gesamtjahr zweistellig zurückgehen.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.06.11 09:39 V31.10.3-2
Anzeige
Anzeige