Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
KOMODOMinescatteringSlunj
© Rheinmetall
Markt |

Rheinmetall sichert sich Mehrheit an Defense-Spezialisten DOK-ING

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall steigt mit einer Mehrheitsbeteiligung beim kroatischen Spezialisten für unbemannte Fahrzeuge DOK-ING ein. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 1. Juli hervor. Rheinmetall hält nun 51 Prozent an dem Unternehmen, das nun als Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o. firmiert. Der Konzern will damit sein Portfolio für unbemannte Fahrzeuge ausbauen und in Kroatien ein Kompetenzzentrum für unbemannte und autonome Systeme für militärische Anwendungen aufbauen.

Modulare Plattform für unbemannte Bodensysteme

Rheinmetall und DOK-ING wollen gemeinsam unbemannte Bodensysteme für militärische Anwendungen entwickeln, die für Serienfertigung und Einsatz vorbereitet werden sollen. Die technische Basis bildet die neu entwickelte modulare schwere Hybrid-Plattform Komodo von DOK-ING, die laut Mitteilung mehr als 8,5 Tonnen Nutzlast aufnehmen kann. Die Komodo-Plattform soll mit Rheinmetall-Modulen für unterschiedliche militärische Aufgaben ausgerüstet werden. Dazu zählen direktes und indirektes Feuer, Minenräumen und Minenlegen, Aufklärungssensorik sowie Logistik.

Die operative Erfahrung für solche Systeme bringt DOK-ING aus der unbemannten Minenräumung und aus Einsätzen in risikoreichen Umgebungen mit. Seit der Gründung hat das Unternehmen laut Rheinmetall rund 500 Plattformen an Kunden in mehr als 40 Staaten ausgeliefert; Minenräumlösungen des Unternehmens kommen derzeit auch in der Ukraine zum Einsatz. 

Auf dieser Grundlage planen die Partner weitere Systeme für Kampf- und Kampfunterstützungsoperationen. Geplant ist unter anderem ein bewaffnetes unbemanntes Unterstützungssystem, das als „Wingman“ zusammen mit Kampfpanzern und Schützenpanzern Aufklärung und Feuerunterstützung leisten soll. Die Systeme sollen auch mit Rheinmetall-Fahrzeugen wie dem Kampfpanzer Panther KF51, dem Bergungspanzer Büffel/Buffalo und dem gepanzerten Pionierfahrzeug Kodiak eingesetzt werden.

Dr. Björn Bernhard, CEO der Rheinmetall-Division Vehicle Systems Europe, sagte: „Nun kann in Kroatien unser Kompetenzzentrum im Bereich der unbemannten und autonomen Fahrzeuge für militärische Anwendungen entstehen, mit dem wir in dieser neuen Aufstellung eine starke Marktposition im Segment der unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge erreichen wollen. Wir sehen hier einen wachsenden Zukunftsmarkt und schaffen gleichzeitig ein Standbein im EU- und NATO-Partnerstaat Kroatien, einem hochinteressanten Kundenland.“

Vjekoslav Majetić, Gründer von DOK-ING, erklärte: „Mit diesem Schritt bleiben die Entwicklung, die technische Exzellenz und die Kernkompetenzen von DOK-ING in Kroatien. Durch den Zusammenschluss mit Rheinmetall gelingt es, die Produktionskapazitäten zu erweitern, die Entwicklung von unbemannten Spezialsystemen der nächsten Generation zu beschleunigen und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Damit wird die Rolle Kroatiens innerhalb der europäischen Verteidigungs- und Technologielandschaft gestärkt.“

Rheinmetall hatte den Mehrheitseinstieg im März in Zagreb vereinbart. Nach der behördlichen Freigabe hält der Konzern 51 Prozent an DOK-ING, Gründer und bisheriger Alleineigentümer Vjekoslav Majetić bleibt mit 49 Prozent beteiligt.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.06.11 09:39 V31.10.3-1
Anzeige
Anzeige