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Xbox: „Wir befinden uns in einer Krise bei Hardware-Komponenten“

In einem internen Memo, das am 10. Juni veröffentlicht wurde, skizzierte Xbox-CEO Asha Sharma fünf zentrale Herausforderungen, mit denen das Gaming-Unternehmen derzeit konfrontiert ist – darunter eine schonungslose Einschätzung der Situation auf dem Markt für Hardware-Komponenten.

Die Xbox-Sparte von Microsoft hat eine 100-Tage-Initiative zur Neuausrichtung des Geschäfts gestartet. Das Unternehmen reagiert damit auf sinkende Profitabilität, steigende Hardwarekosten und ein nachlassendes Umsatzwachstum.

In einem Schreiben an die Mitarbeiter, das am 10. Juni auf Xbox Wire veröffentlicht wurde, erklärten Xbox-CEO Asha Sharma und Chief Content Officer Matt Booty, dass das Unternehmen in den ersten 100 Tagen der neuen Führung bereits Fortschritte erzielt habe. Genannt werden unter anderem häufigere Plattform-Updates, eine stärkere Aktivität von Partnern sowie die Rückkehr des Abonnementdienstes Game Pass auf Wachstumskurs nach einer längeren Phase rückläufiger Nutzerzahlen.

Gleichzeitig warnten die beiden Führungskräfte vor erheblichen strukturellen Herausforderungen.

„Wir befinden uns in einer Krise bei Hardware-Komponenten“, schrieb Sharma. „Als ich im Februar die Position der CEO übernommen habe, lagen die Preise, die wir für Speicherkomponenten unserer Konsolen zahlten, bereits mehr als doppelt so hoch wie noch im vergangenen Herbst. Seitdem haben sich diese Kosten erneut verdoppelt. Für das Weihnachtsgeschäft 2027 rechnen wir mit einem weiteren deutlichen Anstieg, sodass die Preise mehr als fünfmal so hoch sein werden wie noch vor zwei Jahren. Die Kosten für Speicherbausteine haben sich in ähnlicher Weise entwickelt.“

Die Folgen seien unmittelbar spürbar: Xbox könne derzeit nicht so viele Konsolen produzieren, wie von den Kunden nachgefragt würden. Sharma räumte ein, dass die gesamte Branche von der Komponentenknappheit betroffen sei. Xbox sei jedoch stärker betroffen als viele Wettbewerber, was auf Beschaffungs- und Designentscheidungen der vergangenen fünf Jahre zurückzuführen sei.

Nach Angaben des Unternehmens werden daher ein neues Geschäftsmodell sowie neue Partnerschaften im Hardwarebereich benötigt. Gleichzeitig hält Xbox an der Entwicklung der nächsten Konsolengeneration mit dem Codenamen „Helix“ fest.

„Für einige von Ihnen werden diese Realitäten überraschend und vielleicht sogar frustrierend sein“, so Sharma. „Wir werden keinen Erfolg haben, wenn wir unangenehme Wahrheiten verschweigen. Ebenso wenig werden wir erfolgreich sein, wenn wir weiterhin dasselbe tun und andere Ergebnisse erwarten.“


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