Insiderbericht: Alphabet soll drei Millionen TPUs bei Intel fertigen lassen
Die Alphabet-Tochter Google soll den US-Chiphersteller Intel mit der Fertigung von mehr als drei Millionen TPUs für das Jahr 2028 beauftragt haben. Das berichtet Reuters am 8. Juni unter Berufung auf einen Bericht des US-Branchenportals The Information. Ein Auftrag dieser Größenordnung würde Intel im Rennen um Foundry-Kunden aus dem AI-Segment Rückenwind geben. Google arbeite demnach daran, die eigenen TPUs als Alternative zu Nvidias dominierenden GPUs zu etablieren.
Alphabet-Auftrag könnte Intel Foundry stärken
Die Alphabet-Tochter Google soll Intel mit der Fertigung von über drei Millionen Tensor Processing Units für das Jahr 2028 beauftragt haben. Das Branchenportal The Information stützt seine Darstellung demnach auf Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Für Intel würde der mögliche Auftrag das Foundry-Geschäft in einem Segment stärken, in dem die Nachfrage nach Fertigungskapazitäten durch AI-Chips stark steigt.
Reuters konnte die Angaben nach eigenen Angaben nicht unabhängig verifizieren. Intel lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Alphabet und Nvidia reagierten laut Reuters zunächst nicht auf Anfragen.
Der US-Chipkonzern Nvidia prüft dem Bericht zufolge ebenfalls, ob Intels Technologie für einen Prozessor infrage kommt. Konkret geht es um einen Chip, der vier Grafikprozessoren in einer Einheit zusammenfasst. Einen Auftrag hat Nvidia laut Bericht bisher nicht an Intel vergeben.
KI-Chipmarkt sucht Alternativen zu TSMC
Der mögliche Auftrag von Alphabet kommt in einer Marktphase, in der AI-Chipentwickler nach zusätzlichen Fertigungskapazitäten suchen. The Information führt das auf die starke Auslastung bei TSMC zurück. Mehrere große Chipentwickler sollen deshalb Intel als weitere Fertigungsoption prüfen.
Intel arbeitet unter Vorstandschef Lip-Bu Tan daran, das Foundry-Geschäft für große Chipkunden wieder attraktiver zu machen. Reuters zufolge flossen dafür bereits Milliardenbeträge von der Trump-Regierung sowie von Nvidia und SoftBank. Tesla soll als erster Großkunde für den kommenden 14A-Fertigungsprozess feststehen. Die Technologie ist für Chips vorgesehen, die Elon Musk für das geplante Terafab-Projekt in Austin einsetzen will. Das Wall Street Journal berichtete im vergangenen Monat außerdem über eine vorläufige Vereinbarung, nach der Intel Chips für Apple-Geräte fertigen könnte.
Google arbeitet derweil daran, die eigenen Tensor Processing Units als Alternative zu Nvidias GPUs zu etablieren. Der Verkauf dieser Chips entwickelt sich laut Reuters zu einem Wachstumstreiber für das Cloud-Geschäft des Unternehmens.



