Kongsberg liefert weitere JSM-Lenkflugkörper nach Deutschland
Der norwegische Rüstungs- und Technologiekonzern Kongsberg hat von Deutschland einen weiteren Auftrag zur Lieferung von Joint Strike Missiles für die F-35-Kampfjets erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 18. Mai hervor. Kongsberg beziffert den Auftrag auf rund 3,5 Milliarden norwegische Kronen (rund 325,2 Millionen Euro). Mit der neuen Bestellung baut Deutschland die Bewaffnung seiner F-35-Flotte weiter auf und setzt dabei erneut auf den norwegischen Lenkflugkörper.
Deutschland erteilt Folgeauftrag für JSM-Lenkflugkörper
Deutschland hatte im Juni 2025 bereits eine erste JSM-Beschaffung für seine F-35-Flotte vereinbart. Nun folgt ein weiterer Auftrag mit einem Volumen von rund 3,5 Milliarden norwegischen Kronen. Auf norwegischer Seite tritt die Beschaffungsbehörde Norwegian Defence Material Agency (NDMA) als Vertragspartner auf. Neben Deutschland nutzen oder beschaffen laut Kongsberg bereits Norwegen, Japan, Australien und die USA den JSM.
Eirik Lie, President und CEO von Kongsberg, sagte: „Diese Vereinbarung ist ein weiteres Beispiel für die starken Beziehungen zwischen Kongsberg und Deutschland, wo wir in einer Reihe von Projekten mit lokalen Partnern engagiert sind.“
Kongsberg baut Verteidigungsprojekte mit Deutschland aus
Für Kongsberg reiht sich der neue Auftrag in mehrere deutsch-norwegische Rüstungsprojekte ein. Neben den JSM-Lenkflugkörpern geht es um Kampfsysteme für die U-Boote des Typs 212CD und um fernbedienbare Waffenstationen. Beim nächsten Raketenprojekt arbeitet Kongsberg mit Diehl Defence und MBDA an einem Überschall-Lenkflugkörper. Im Raumfahrtbereich kooperiert der Konzern mit Helsing und weiteren Partnern, um kritische europäische Fähigkeiten schneller verfügbar zu machen.
Tore O. Sandvik, Norwegens Verteidigungsminister, erklärte: „Als Norwegen und Deutschland Anfang dieses Jahres das historische Hansa-Abkommen geschlossen haben, war das Ziel, eine noch engere und stärker einsatzorientierte Verteidigungszusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern aufzubauen. Die JSM-Vereinbarungen zeigen, wie wir die strategische Partnerschaft bereits in konkrete Fähigkeiten umsetzen, die unsere eigene Verteidigung und die NATO stärken.“
