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Infineon-moore4power
© Infineon
Markt |

Infineon führt europäisches 91-Millionen-Euro-Projekt für Leistungselektronik

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon Technologies übernimmt die Leitung des europäischen Forschungsprojekts Moore4Power. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 20. Mai hervor. Das Konsortium umfasst 62 Partner aus 15 Ländern und arbeitet drei Jahre an neuer Leistungselektronik für Energie, Mobilität und Industrie. Das Projektvolumen liegt bei 91 Millionen Euro.

Moore4Power bringt Leistungselektronik auf Systemebene

Das Projekt setzt dort an, wo klassische Chip-Skalierung in der Leistungselektronik an physikalische und wirtschaftliche Grenzen kommt. Laut Infineon verlagert das Konsortium den Fokus von einzelnen Komponenten auf die Architektur ganzer Leistungssysteme. Die 62 Partner wollen Silizium, Siliziumkarbid und Galliumnitrid enger mit Sensorik, Steuerungsfunktionen und Kommunikationstechnik zu eng integrierten Leistungssystemen zusammenführen. Der More-than-Moore-Ansatz soll heterogene und funktionale Integration für Anwendungen nutzbar machen, bei denen Energieumwandlung stark über Kosten und Betrieb entscheidet. Power-Chiplets sollen skalierbare Architekturen und flexiblere Produktvarianten ermöglichen. 

Die Initiative gehört zum Chips-Joint-Undertaking und wird über Fördermittel der teilnehmenden Länder sowie über Horizont Europa kofinanziert. Erste Demonstratoren will das Konsortium unter realen Einsatzbedingungen testen.

Jochen Koszescha, Koordinationsleiter des Moore4Power-Projekts bei Infineon, erklärte: „Leistungselektronik ist ein entscheidender Hebel für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Mit Moore4Power heben wir die intelligente Integration auf das nächste Level, um eine deutlich höhere Energie- und Ressourceneffizienz zu erreichen. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit einem herausragenden Konsortium aus Wissenschaft, Forschung und Industrie einen entscheidenden Beitrag zum Clean Industrial Deal Europas zu leisten.“

Neue Leistungssysteme sollen Energieumwandlung effizienter machen

Der größte Hebel liegt in Anwendungen, die große Energiemengen wandeln. Laut Infineon soll die neue Leistungselektronik in Windturbinen den Energieertrag erhöhen. Für Elektrofahrzeuge peilt das Konsortium Wirkungsgrade von bis zu 99 Prozent und bidirektionales Laden mit sehr geringen Verlusten an. Im Bahnverkehr sollen die Leistungssysteme Antriebsverluste um mindestens 30 Prozent senken. Auch Industrieanlagen gehören zu den geplanten Einsatzfeldern.

Das Konsortium will neue Leistungsmodule schneller aus der Entwicklung in die Anwendung bringen. KI-gestützte Modelle, digitale Zwillinge und automatisierte Abläufe sollen Entwicklungszyklen verkürzen und Simulationen beschleunigen. Die Zeit vom ersten Fab-Muster bis zum validierten Datenblatt soll laut Infineon auf eine Woche sinken; bisher dauert dieser Abschnitt mehrere Wochen. Ein digitaler Produktpass mit drahtlosem Zugriff soll Daten zu Einsatzbedingungen, Zustand und verbleibender Lebensdauer liefern. 


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