ams Osram begibt Anleihe über 700 Millionen Euro und verlängert Kreditlinie
Der österreichisch-deutsche Halbleiter- und Lichtspezialist ams Osram beschafft sich über vorrangige unbesicherte Schuldverschreibungen 700 Millionen Euro und verlängert seine Kreditlinie über 600 Millionen Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 18. Mai hervor. Die Anleihe und die verlängerte Kreditfazilität gehören zu einem Finanzierungsplan, den ams OSRAM im vergangenen Jahr angekündigt hatte. Ziel ist ein stabileres Fälligkeitenprofil und ein breiterer Liquiditätsrahmen.
Teure Dollar-Anleihe soll vorzeitig abgelöst werden
Im Schuldenprofil steht die Dollar-Anleihe über 750 Millionen US-Dollar unter besonderem Druck. Sie wäre 2029 fällig und trägt einen Kupon von 12,250 Prozent. ams Osram will das Papier mit der neuen Euro-Anleihe und vorhandenen Barmitteln ablösen. Die neuen vorrangigen unbesicherten Schuldverschreibungen laufen bis 2032. Die Finanzierung deckt außerdem Rücknahmeprämien, aufgelaufene Zinsen und weitere Transaktionskosten.
Die revolvierende Kreditfazilität über 600 Millionen Euro hat ams Osram bereits am 13. Mai verlängert. Sie läuft nun bis September 2028; eine Option kann die Laufzeit bis September 2030 ausdehnen, sofern vertragliche Bedingungen erfüllt sind. Der Konzern kann die Linie nach eigenen Angaben für allgemeine Unternehmenszwecke und Betriebsmittel nutzen. Für den Halbleiter- und Optoelektronikspezialisten bedeutet die Kombination aus Anleihe und Kreditrahmen mehr Planbarkeit bei kommenden Finanzverbindlichkeiten.


