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Komponenten |

Ioncentric bringt Batteriediagnose in den laufenden Betrieb

Das Heilbronner Deep-Tech-Start-up ioncentric GmbH hat eine Lösung vorgestellt, die den Zustand von Batterien im laufenden Betrieb kontinuierlich analysieren soll. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 5. Mai hervor. Die Technik kombiniert elektrochemische Impedanzspektroskopie mit einer Datenplattform für industrielle Energiesysteme. Damit adressiert ioncentric den Bedarf an laufend erhobenen Batteriedaten, die auch für digitale Produktpässe nach der EU-Batterieverordnung relevant werden.

Miniaturisierte EIS-Messtechnik erfasst Batteriedaten in Echtzeit

Die Lösung arbeitet mit einer miniaturisierten Form der elektrochemischen Impedanzspektroskopie, kurz EIS. Die Messtechnik soll direkt in industrielle Anwendungen integriert werden und Zustandsdaten von Batterien sowie anderen elektrischen Systemen im laufenden Betrieb erfassen. Die Daten werden anschließend über eine Cloudplattform aufbereitet. Dort treffen dynamische Betriebsdaten auf statische Produktinformationen, etwa für den digitalen Produktpass und prädiktive Analysen.

Prof. Dr. Salvatore Sternkopf, Mitgründer und Technologie- und Innovationsberater von ioncentric, sagte: „Die Technologie erfasst präzise Zustandsdaten von Batterien und anderen elektrischen Systemen in Echtzeit und erkennt Veränderungen deutlich früher als herkömmliche Verfahren. Ergänzt wird dies durch eine Cloudplattform, die diese dynamischen Daten mit statischen Produktinformationen zusammenführt und für den digitalen Produktpass und prädiktive Analytik aufbereitet.“

EU-Batterieverordnung erhöht Bedarf an Zustandsdaten

Mit der EU-Batterieverordnung steigt der Bedarf an verlässlichen Zustandsdaten aus dem Batteriebetrieb. Ab 2027 müssen digitale Produktpässe für Batterien auch Informationen zur Nutzung und zum Zustand enthalten. In vielen industriellen Anwendungen entstehen solche Daten bislang nur verzögert oder liegen über getrennte Systeme verteilt vor. Diese Lücke soll die laufende Analyse im Betrieb schließen.

Für Industrieunternehmen ergeben sich daraus mehrere Anwendungsfelder. Wartungsprozesse lassen sich vorausschauender planen, Ausfälle sollen früher erkennbar werden und Lebenszyklen können belastbarer bewertet werden. Die Daten können auch Anforderungen aus Regulierung und Kreislaufwirtschaft unterstützen. ioncentric sieht Einsatzmöglichkeiten in der Elektromobilität, bei stationären Energiespeichern und in industriellen Anlagen.

Als nächsten Schritt will ioncentric eine neue Finanzierungsrunde starten und Deep-Tech-Investoren ansprechen.


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