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© Aixtron
Markt |

Quartalszahlen: Optoelektronik treibt AIXTRON-Auftragseingang, Umsatz sinkt deutlich

Der deutsche Anlagenbauer AIXTRON ist mit mehr Bestellungen und einem deutlich niedrigeren Umsatz in das Jahr 2026 gestartet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 30. April hervor. Fast 70 Prozent des Auftragseingangs entfielen auf Optoelektronik-Systeme. AIXTRON rechnet ab dem zweiten Quartal mit größeren Systemauslieferungen und hält an der angehobenen Jahresprognose fest.

Auftragseingang legt zu, SiC bleibt schwach

Die stärkere Nachfrage nach Optoelektronik-Systemen zeigt sich bei AIXTRON auch in den Quartalszahlen. Im ersten Quartal 2026 erreichte der Auftragseingang 171,4 Millionen Euro und lag damit 30 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen meldet dabei mehrere Multi-Tool-Aufträge mehrerer Kunden. Die Systemauslieferungen sollen über das laufende Geschäftsjahr hinaus andauern.

Der höhere Auftragseingang schlägt sich auch im Anlagenauftragsbestand nieder. Zum 31. März lag dieser bei 359,1 Millionen Euro, nach 257,8 Millionen Euro zum Jahresende 2025. In der Leistungselektronik fiel das Bild verhaltener aus: Die Nachfrage nach SiC-Anlagen blieb schwach. Bei GaN-Anlagen blieb das Bestellniveau niedrig, aber stabil.

Umsatz fällt deutlich, EBIT rutscht ins Minus

Die stärkeren Bestellungen wirkten sich im ersten Quartal noch nicht auf die Erlöse aus. AIXTRON erzielte von Januar bis März 59,4 Millionen Euro Umsatz, 47 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Unternehmens lag der Wert innerhalb der eigenen Prognosespanne und entsprach den saisonalen Erwartungen.

Auch das Ergebnis blieb belastet. Das Betriebsergebnis lag bei minus 22,3 Millionen Euro. Als Gründe nennt AIXTRON geringere Umsätze sowie einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem bereits angekündigten Personalabbau im operativen Bereich. Die Kosten dafür lagen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

AIXTRON bestätigt angehobene Prognose

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet AIXTRON mit einem Umsatz von 560 Millionen Euro, mit einer Bandbreite von plus/minus 30 Millionen Euro. Die bisherige Prognose lag bei 520 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll 17 bis 20 Prozent erreichen. Für das zweite Quartal stellt AIXTRON einen Umsatz von 110 Millionen Euro plus/minus 10 Millionen Euro in Aussicht.

AIXTRON schafft dafür weiteren Spielraum in Fertigung und Finanzierung. Das Unternehmen plant einen neuen Produktionsstandort in Malaysia, der die Fertigung breiter aufstellen und die Nähe zu asiatischen Kunden stärken soll. Mit der im April platzierten Wandelanleihe über 450 Millionen Euro verschafft sich AIXTRON weiteren finanziellen Spielraum für das erwartete stärkere Geschäft im Jahresverlauf.

Dr. Felix Grawert, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON SE, erklärte: „Das erste Quartal 2026 war von einer deutlichen Verbesserung der Marktdynamik geprägt, mit einer außergewöhnlich starken Auftragsdynamik in der Optoelektronik. Die Nachfrage im Laserbereich hat unsere Erwartungen übertroffen, und die durch Aufträge über das Jahr 2026 hinaus geschaffene Visibilität untermauert den Beginn eines neuen strukturellen Wachstumstrends. Da wir davon ausgehen, dass sich diese Dynamik fortsetzen wird, haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Gleichzeitig stärkt der geplante Standort in Malaysia unsere Grundlage für profitables Wachstum.“


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