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Markt |

Bosch investiert 200 Millionen Euro in neue Start-ups

Der deutsche Technologie- und Automobilzulieferkonzern Bosch stellt rund 200 Millionen Euro für neue Geschäftsfelder außerhalb des Kerngeschäfts bereit. Das geht aus einer Pressemitteilung von Bosch vom 28. April hervor. Die Mittel fließen in Bosch Business Innovations, die als Corporate Venture Builder neue Geschäftsideen aus dem frühen Stadium heraus aufbauen soll. Bis 2030 sollen zwanzig neue Start-ups operativ tätig sein.

Neue Geschäftsfelder von Fertigungssoftware bis Medizintechnik

Bosch wählt dafür Felder aus, in denen Marktdynamik und eigene Technologiekompetenz zusammenpassen. Besonders nah an der industriellen Basis des Konzerns liegt die softwaregesteuerte Fertigung: Hier sollen Start-ups Plattformmodelle für Produktionssoftware entwickeln und dabei Daten, Software sowie KI nutzen. Bei der medizinischen Fernüberwachung sieht Bosch einen wachsenden Markt, in dem Sensorik eine zentrale Rolle spielt. Die eigene MEMS-Sensorik bildet dafür eine wichtige Grundlage. Rund um das Thema Treibhausgase prüft Bosch Geschäftsmodelle für Abscheidung, Nutzung und Speicherung. Weitere Geschäftsfelder sollen in den kommenden vier Jahren folgen.

Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, erklärte: „Wir haben uns schon immer weiterentwickelt, indem wir frühzeitig und entschlossen neue Technologien identifiziert und in sie investiert haben – denn Innovationen sind unsere wichtigste Währung. Mit der finanziellen Ausstattung stärken wir Bosch Business Innovations nun erheblich. Hier haben neue Ideen ein Zuhause und den Raum, um sich zu entfalten.“

Venture-Studios sollen Ideen schneller marktreif machen

Bosch Business Innovations setzt beim Aufbau neuer Unternehmen auf ein Modell, das Konzernressourcen und externe Gründungserfahrung zusammenführt. Ausgangspunkt sind neue Geschäftsideen, die mithilfe von Venture-Studios zu tragfähigen Geschäftsmodellen reifen sollen. Externe Gründerinnen und Gründer übernehmen früh Verantwortung und werden am jeweiligen Unternehmen beteiligt. Investoren bringen Kapital sowie Marktzugang ein, spezialisierte Partner ordnen Markt- und Technologietrends ein und öffnen Zugänge zu internationalen Gründernetzwerken. So soll aus Ideen jenseits des Kerngeschäfts schneller ein marktfähiges Unternehmen entstehen.

Axel Deniz, Geschäftsführer von Bosch Business Innovations, sagte: „Unser Ziel ist es, systematisch neue Ideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts aufzubauen. Hierzu setzen wir auf die Stärken von Bosch, insbesondere die technologische Expertise und die Patentkraft. Diesen strukturellen Vorteil eines Großunternehmens kombinieren wir mit der Schnelligkeit und Flexibilität aus der Start-up-Welt.“


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