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Markt |

STADLER liefert industrielle Sortieranlage für Haushaltsbatterien an Saubermacher

Der deutsche Sortieranlagenbauer STADLER Anlagenbau hat in Ginsheim-Gustavsburg eine Anlage für die großskalige Sortierung von Haushaltsbatterien an Saubermacher und Meinhardt Städtereinigung übergeben. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 22. April hervor. Die Anlage sortiert Haushaltsbatterien im industriellen Maßstab und trennt gemischte Ströme automatisiert nach Typ und Chemie. Damit reagiert Saubermacher auf strengere EU-Vorgaben bei Sammlung und Rohstoffrückgewinnung, die bei steigenden Mengen stärker kontrollierte Prozesse verlangen.

Anlage sortiert bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien pro Tag

Die Anlage ist auf Tempo und Präzision getrimmt: bis zu 5 Tonnen pro Stunde und bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien pro Tag. Im Input landet ein breites Spektrum, von Knopfzellen bis zu größeren Akkus aus E-Bikes oder Elektrowerkzeugen. STADLER trennt diese Ströme automatisiert nach Typ und Chemie und setzt dafür neben Bunkern, Siebung und Röntgensortierung auch auf drei sensorbasierte Systeme zur chemischen Einordnung.

Der ganze Prozess läuft in einem geschlossenen Aufbau mit kontrollierter Materialführung und gekapseltem Transport. Das senkt die Risiken beim Umgang mit den Batterien und sorgt für klar definierte Fraktionen im weiteren Recycling. Am Ende stehen Stoffströme mit Nickel, Mangan, Kupfer, Zink und Aluminium, die sich sauber in die nachgelagerten Prozesse einfügen.

Andrea Zirkl, Process Engineer und Projektmanagerin bei Saubermacher, erklärte: „Wir sehen einen klaren Bedarf an Lösungen, die heterogene Inputströme bewältigen und zugleich Sicherheit sowie Materialqualität gewährleisten. Diese Anlage ist ein wichtiger Schritt, um uns auf künftiges Marktwachstum und regulatorische Entwicklungen vorzubereiten.“

Für die neue Batterielinie holte STADLER weeeSwiss und METZEN ins Boot. Die STADLER-Tochter weeeSwiss brachte ihr Know-how in WEEE-Recyclingtechnologien und Prozessentwicklung ein, METZEN übernahm den Recyclingteil der Anlage, das Steuerungssystem und die CE-Konformität. Aus dieser Arbeitsteilung entstand für Saubermacher eine weitgehend schlüsselfertige Lösung.

Jochen Apfel, CEO von weeeSwiss Technology AG, erklärte: „Dieses Projekt ist für STADLER ein wichtiger Schritt beim Einstieg in den Batterierecyclingsektor. Es zeigt, wie sich Prozesskompetenz und Maschinenbau zu integrierten Lösungen für sehr anspruchsvolle Anwendungen zusammenführen lassen.“

Mit industrieller Batteriesortierung EU-Ziele besser absichern

Mit der neuen Batterielinie reagiert Saubermacher auf den wachsenden Regulierungsdruck aus der EU. Die EU-Batterieverordnung verlangt für Gerätebatterien Sammelquoten von 63 Prozent bis 2027 und 73 Prozent bis 2030, daneben stehen hohe Rückgewinnungsziele für Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel. Saubermacher will mit der neuen Linie die Lücke zwischen Sammlung und Recycling enger schließen: mit industrieller Vorbehandlung und stabileren Stoffströmen für die weitere Verwertung.

Jochen Apfel sagte: „Projekte wie dieses zeigen, wie fortschrittliche Sortierlösungen zu einem zentralen Ermöglicher der Kreislaufwirtschaft werden. Durch die Verbindung von Technologie, Prozesskompetenz und starken Partnerschaften wie unserer Zusammenarbeit mit METZEN helfen wir unseren Kunden, sich auf künftig noch komplexere Recyclingströme vorzubereiten.“


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