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AI
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Markt |

ZVEI-Umfrage: Industrielle KI in fast jedem zweiten Unternehmen angekommen

Industrielle KI-Anwendungen werden in der Elektro- und Digitalindustrie in vielen Unternehmen bereits im laufenden Betrieb eingesetzt. Das geht aus einer aktuellen ZVEI-Mitgliederbefragung hervor, über die der Verband am 20. April berichtete. Die Ergebnisse deuten auf hohe Investitionsbereitschaft in der Branche hin. Beim Teilen von Daten entlang der Wertschöpfungskette sieht der Verband zugleich weiter Nachholbedarf.

Unternehmen treiben Investitionen in industrielle KI voran

Die Umfrage zeigt, dass industrielle KI in der Branche vielerorts bereits den Schritt in den produktiven Betrieb geschafft hat: Fast jedes zweite befragte Unternehmen arbeitet schon damit, und praktisch alle setzen sich mit dem Thema auseinander. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer kann die dafür vorgesehenen Budgets bereits beziffern und will zwischen 10 und 25 Prozent der gesamten Investitionen in industrielle KI lenken. Viele rechnen dabei mit einem raschen wirtschaftlichen Effekt: 60 Prozent erwarten, dass sich diese Ausgaben nach spätestens ein bis zwei Jahren auszahlen werden.

Für die Branche deutet die Umfrage damit auf einen neuen Investitionsschwerpunkt hin. Der Verband verortet industrielle KI als nächsten größeren Entwicklungsschritt nach Industrie 4.0 und verbindet damit die Erwartung, Wachstumspotenziale in Produktion und Wertschöpfung schneller zu heben.

Datenaustausch bleibt ein Bremsfaktor

Nach Einschätzung des Verbands bremst jedoch der zurückhaltende Umgang mit Daten das Tempo. Gerade kleinere Unternehmen zeigen sich laut Umfrage deutlich reservierter: Knapp 80 Prozent von ihnen teilen ihre Daten bislang nicht. Bei großen Unternehmen liegt dieser Anteil bei zehn Prozent. Aus Sicht des ZVEI bleibt damit ein wesentlicher Hebel für industrielle KI ungenutzt.

Datenaustausch und Regulierung entscheiden dabei auch über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Bleiben Daten in den Wertschöpfungsketten unter Verschluss und erweist sich der EU-AI-Act aus Sicht des Verbands als zu wenig praxistauglich, könnten Deutschland und Europa im Feld der industriellen KI an Boden verlieren.

ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel erklärte: „Wir brauchen endlich mehr gezieltes Datenteilen, das den Schutz von Know-how im Unternehmen wahrt und zugleich entstehende Wertschöpfung fair verteilt.“ Und weiter: „Die KI-Regulatorik im EU-AI-Act muss industrietauglicher werden. Nur so kann die hiesige Industrie ihre Stärken im globalen Wettbewerb ausspielen.“

 


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